Mauermuseum

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Museumsausgang

Das Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie ist ein privates Museum zur Berliner Mauer. Das Museum wurde von Rainer Hildebrandt nach dem Mauerbau gegründet und am 19. Oktober 1962 eröffnet.[1] Es zog 1963 unter Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft 13. August an den Checkpoint Charlie.[2] Direktorin des Museums ist Alexandra Hildebrandt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mauermusuem will die Grenzanlage und den „Beistand der Schutzmächte“ veranschaulichen. Gezeigt werden neben Fotos und Dokumentationen geglückter Fluchtversuche auch die Fluchtmittel: Heißluftballons, Fluchtautos, Sessellifte und ein Mini-U-Boot.

In seiner Anfangszeit war das Mauermuseum nach Einschätzung von Sybille Frank für sein „chaotisches Sammelsurium von Alltagsgegenständen, Reliquien aller Art, Fluchtobjekten ‚zum Anfassen‘ und künstlerischen Werken umstrittener Qualität ebenso berühmt wie berüchtigt.“ Unter Leitung von Alexandra Hildebrandt habe sich das Museum nach dem Fall der Berliner Mauer und dem damit verbundenen erheblichen Rückgang öffentlicher Fördergelder in ein privates Unternehmen umgewandelt und das „ehemalige politische Zentrum als Erlebnisort neu erfunden“.[3]

Mittlerweile ist es mit rund 850.000 Besuchern jährlich (Stand: 2012) eines der meistenbesuchten Museen Berlins.[4]

Das Museum ist im Haus am Checkpoint Charlie des Architekten Peter Eisenman untergebracht.

Recherchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsgemeinschaft 13. August gab 2017 die Zahl der an der Mauer und innerdeutschen Grenze bis 1989 getöteten Menschen mit 1899 an. Darin sind auch Opfer bei der Flucht über die Ostsee, deutsche Todesopfer an außerdeutschen Grenzen, getötete DDR-Soldaten und sowjetische Fahnenflüchtige, Suizide von Angehörigen der Grenztruppen, sowie von Stasi und KGB nach erfolgreicher Flucht entführte und ums Leben gekommene Personen eingerechnet. [5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mauermuseum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laut der Website des Museums
  2. Sybille Frank: Der Mauer um die Wette gedenken: Die Formation einer Heritage-Industrie am Berliner Checkpoint Charlie. 2009, S. 224 f
  3. Sybille Frank: Der Mauer um die Wette gedenken: Die Formation einer Heritage-Industrie am Berliner Checkpoint Charlie. 2009, S. 225
  4. Top 10: Die meist besuchten Museen - Platz 4: Mauermuseum – Haus am Checkpoint Charly. In: berlin.de. 20. Februar 2014, abgerufen am 16. August 2017.
  5. https://www.bild.de/regional/berlin/ddr/einblick-in-unveroeffentlichte-stasi-akten-52815700.bild.html

Koordinaten: 52° 30′ 28″ N, 13° 23′ 26″ O