Maximilian Bern

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Buch Lustige Stunden Maximilian Bern, Alois Broch.jpg

Maximilian Bern (ursprünglich Bernstein, * 11. November 1849 in Cherson, Russisches Kaiserreich; † 10. September 1923 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Herausgeber.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Bern[1][2] wurde als Sohn eines Arztes und k.u.k. Hofrates geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Familie 1862 nach Wien. Dort studierte Maximilian Bern von 1869 bis 1872 Philosophie und Literaturwissenschaft. 1873 wurde er Lehrer bei einer Kunstreitergesellschaft. Seit 1875 lebte er als freier Schriftsteller länger in Berlin und Hamburg, vorübergehend in Leipzig, Dresden, Frankfurt a.M. und München; zwischen 1885 und 1887 in Paris, anschließend, seit 1888, wieder in Berlin. In Wien begegnete er Anfang der 1880er Jahre Arthur Schnitzler, der später über Maximilian Bern schrieb: Er „verstummte als Dichter[3][4] bald und beschränkte sich in der Folge auf die Herausgabe von Anthologien und Deklamatorien“. Von 1887 bis 1897 war Bern mit der Schriftstellerin und Schauspielerin Olga Wohlbrück verheiratet.

Seine letzte Ruhestätte fand Maximilian Bern auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsche Lyrik - Seit Goethes Tode, Druck/ Verlag: Philipp Reclam jun., Leipzig 1878
  • Anthologie für die Kinderstube - Eine Auswahl der besten Ammenscherze, Spielverse, Puppengedichte, Rätsel, Fabeln, Stuttgart 1879
  • Liliput, Belletrist, Miniatur-Bibl., Münster 1879-80
  • Illustrierter Hausschatz für die Jugend - Eine Auswahl der besten Fabeln, Lieder, Sprüche, Stuttgart 1880
  • Aus der Gesellschaft - Ein Almanach, Leipzig 1882–1883
  • Am eigenen Herd - Ein deutsches Hausbuch, Leipzig 1887
  • Deklamatorium - Eine Mustersammlung ernster und heiterer Vortragsdichtungen aus der Weltliteratur, Verlag: Philipp Reclam jun., Leipzig 1887
  • Lustige Stunden - Eine reichhaltige Sammlung heiterer Märchen, Geschichten, Wiesbaden 1887
  • Himmelan! Eine Blütenlese christlicher Lyrik, Stuttgart 1889
  • Christliches Gedenkbuch, Stuttgart 1893
  • Evangelisches Deklamatorium - Eine Mustersammlung christlicher Vortragsdichtungen, Leipzig 1895
  • Neue Klänge - Eine Sammlung lyrischer Gedichte, Berlin 1897
  • Ahoi! Deutsche Meereslyrik, Berlin 1899
  • Dichtergrüsse - Eine Auswahl deutscher Poesien, Berlin 1902
  • Die zehnte Muse - Dichtungen, Verlag: Otto Elsner, Berlin 1905
  • Auf schwankem Grande - Aus dem Tagebuche eines Verbummelten
  • Deutschland, Deutschland über alles
  • Entwicklungsgrenze
  • Geleitworte fürs Leben (Hrsg.)
  • Herzenstöne - Lyrische Antologie (Hrsg.)
  • Für kleine Leute (Hrsg.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Projekt Gutenberg-DE (Spiegel-Online): Leben und Werke des Maximilian Bern, in: Killy Literaturlexikon
  2. Marianne Jacob: Die Anfänge bibliographischer Darstellung der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades, Textstelle über Maximilian Bern S. 55-58
  3. Maximilian Bern: Warum?, in: Heidenröslein - Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud´, Stuttgart 1887, Druck und Verlag von Greiner & Pfeiffer, S. 102
  4. Maximilian Bern: Sieben Gedichte des Autors Maximilian Bern, auf: Aphorismen.de