Maximilian von Loë

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Das Schloss Allner

Maximilian Freiherr von Loë (* 15. Januar 1801 in Wissen bei Weeze am Niederrhein; † 5. Mai 1850 in Gent) war Landrat des Siegkreises.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie von Loë ist 1629 in den Reichsfreiherrenstand erhoben worden. 1808 ernannte Napoleon Bonaparte das Haupt der Familie zum Comte de l'Empire (Graf des Kaiserreiches).

Am 1. Juli 1827 heiratete Maximilian von Loe Helene Gräfin von Hatzfeld zu Trachenberg, die alleinige Eigentümerin des Schlosses Allner. Eines ihrer Kinder war Friedrich Karl Walter Degenhard Freiherr von Loë, königlich preußischer Generalfeldmarschall und Generaladjutant des Kaisers.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von Loë war Mitbegründer der am 12. Januar 1835 gegründeten Genossenschaft des Rheinischen Ritterbürtigen Adels (Rheinische Ritterschaft). Von 1837 bis 1845 war er Mitglied des Provinziallandtages. Außerdem war er Vorsitzender des Vereins vom Heiligen Karl Borromäus zur Förderung des katholischen Lebens und zur Begünstigung guter Schriften und Bücher.

Nach dem Tod des Landrates Franz Joseph Wilhelm Scheven am 13. März 1837 wurde Maximilian von Loë am 1. Mai 1837 die vorläufige Leitung des Kreises übertragen, am 28. August 1837 wurde er zum Landrat gewählt.

Nach dem Tod seiner ersten Frau 1838 heiratete Maximilian von Loë am 15. Januar 1840 Gräfin Maria von Schönborn-Wiesenheid und wohnte weiterhin in Allner, wo er gegen den Widerstand von Siegburg auch weiter seinen Dienstsitz einnahm.

Ab Anfang 1846 litt Maximilian von Loë an einem Nervenleiden, das dazu führte, dass er am 3. März 1848 demissioniert, am 3. Juni 1848 entlassen wurde. Sein Nachfolger als Landrat war Regierungsassessor Kessler. 1870 wurde Schloss Allner von den Nachkommen verkauft.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2007