Maximiliane Wilkesmann

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Maximiliane Wilkesmann (2019)

Maximiliane Wilkesmann (* 15. Mai 1975 in Düsseldorf) ist eine deutsche Soziologin und Professorin für Arbeits- und Organisationssoziologie an der Technischen Universität Dortmund.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximiliane Wilkesmann absolvierte im Jahr 2001 ihr Bachelorstudium (Soziologie, Sozialpsychologie/-anthropologie und pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Mediendidaktik) an der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2004 schloss sie das Masterstudium der Sozialwissenschaft mit dem Studienschwerpunkt Dienstleistungsmanagement ebenfalls an der Ruhr-Universität Bochum unter den 10 Jahrgangsbesten erfolgreich ab. Im Februar 2009 wurde sie dort mit ihrer Dissertation "Wissenstransfer im Krankenhaus. Institutionelle und strukturelle Voraussetzungen" zur Dr. rer. soc. promoviert. Während und nach ihrer Dissertation arbeitete sie in diversen Drittmittel-geförderten Forschungsprojekten. Im November 2010 wurde sie auf die Juniorprofessur für Soziologie an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Dortmund berufen und im Jahr 2013 positiv zwischenevaluiert und wiederberufen. Von 2015 bis 2018 vertrat sie an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Dortmund den Lehrstuhl "Wirtschafts- und Industriesoziologie". Ende 2018 wurde Maximiliane Wilkesmann zur außerplanmäßigen Professorin am Institut für Soziologie an der Technischen Universität Dortmund ernannt. 2019 vertrat sie ebendort den Lehrstuhl Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften. Im Sommer 2019 wurde sie in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen und 2020 auf die Heisenberg-Professur Arbeits- und Organisationssoziologie an der Technischen Universität Dortmund berufen.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximiliane Wilkesmann forscht und lehrt im Bereich der Arbeits- und Organisationssoziologie sowie der Medizin- und Gesundheitssoziologie. In jüngster Zeit erforschte sie mit ihrem Team im Rahmen eines DFG-Projekts den Umgang mit Nichtwissen in Medizin und Pflege. Darüber hinaus hat sie empirisch zu den Auswirkungen von Wettbewerbsstrukturen im Krankenhaus, zu neuen Arbeits- und Beschäftigungsformen, zu Industriellen Beziehungen und zur Digitalisierung von Arbeit (u. a. Industrie 4.0) sowie zur Organisation der Spitzengastronomie geforscht.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: René-König-Lehrbuchpreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) für das Lehrbuch – Ruiner, Caroline/Wilkesmann, Maximiliane. (2016): Arbeits- und Industriesoziologie. Soziologie im 21. Jahrhundert, Paderborn: Fink.
  • 2017: Best Paper Award des Arbeitskreises Empirische Personal- und Organisationsforschung (AKempor) im Rahmen der 15. Jahrestagung für das Paper Ruiner, Caroline/ Apitzsch, Birgit/ Hagemann, Vera/ Salloch, Sabine/ Schons, Laura Marie/Wilkesmann, Maximiliane: Locum doctors – Curse or blessing for hospital’s performance?
  • 2013–2015: Stipendiatin der „Global Young Faculty“ gefördert von der Stiftung Mercator; Sprecherin der Arbeitsgruppe "Anreizsysteme im Gesundheitswesen"
  • 2011: EMERALD LITERATI NETWORK AWARD 2012 für den Aufsatz – Wilkesmann, Maximiliane/Wilkesmann, Uwe. (2011) – Knowledge transfer as interaction between experts and novices supported by technology. VINE – Journal of Information and Knowledge Management Systems 41(2): 96–112.
  • 2005–2008: Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung

Ausgewählte Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Rüsch, M. Lachmann, K. Bastini, M. Wilkesmann: The effects of entrepreneurial orientation on strategy choice and management control in nonprofit organizations. In: Problems & Perspectives in Management. Band 17, Nr. 3, 2019, S. 153–168.
  • M. Wilkesmann, C. Ruiner, B. Apitzsch, S. Salloch: »I want to break free« – German locum physicians between managerialism and professionalism. In: Professions & Professionalism i.E. 2019.
  • M. Wilkesmann, U. Wilkesmann: Industry 4.0 – Organizing Routines or Innovations? In: VINE – The journal of information and knowledge management systems. Band 48, Nr. 2, 2018, S. 238–254.
  • M. Wilkesmann, S. Steden, M. Schulz: Industrie 4.0 – Hype, Hope oder Harm? In: ARBEIT – Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik. Band 27, Nr. 2, 2018, S. 129–150. doi:10.1515/arbeit-2018-0011
  • S. Salloch, B. Apitzsch, M. Wilkesmann, C. Ruiner: Locum physicians’ professional ethos. A qualitative interview study from Germany. In: BMC Health Services Research. 2018.
  • C. Ruiner, M. Wilkesmann, B. Apitzsch: Voice through exit: Changing working conditions by independent contractors’ participation. In: Economic and Industrial Democracy. 2018.
  • M. Wilkesmann: Ignorance Management in Hospitals. In: VINE – The journal of information and knowledge management systems. Band 46, Nr. 4, S. 430–449.
  • B. Keller, M. Wilkesmann: Untypisch atypisch Beschäftigte. Honorarärzte zwischen Befristung, Leiharbeit und (Solo-)Selbstständigkeit. In: Industrielle Beziehungen. Band 21, Nr. 19, 2014, S. 99–125.
  • M. Wilkesmann, U. Wilkesmann: Knowledge Transfer as interaction between experts and novices supported by technology. In: VINE – The journal of information and knowledge management systems. Band 41, Nr. 2, 2011, S. 96–112.
  • U. Wilkesmann, M. Wilkesmann, A. Virgillito: The absence of cooperation is not necessarily defection: Structural and motivational constraints of knowledge transfer in a social dilemma situation. In: Organization Studies. Band 30, Nr. 10, 2009, S. 1114–1164.

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Wilkesmann, U. Wilkesmann: Nicht nur eine Frage des guten Geschmacks! Die Organisation der Spitzengastronomie. Springer Verlag, Wiesbaden 2020.[1]
  • M. Wilkesmann, S. Steden: Nichtwissen stört mich (nicht). Zum Umgang mit Nichtwissen in Medizin und Pflege. Springer Verlag, Wiesbaden 2019.[2]
  • C. Ruiner, M. Wilkesmann: Lehrbuch der Arbeits- und Industriesoziologie. UTB Verlag, Stuttgart 2016.[3]
  • U. Wilkesmann, M. Wilkesmann, A. Virgillito, T. Bröcker: Erwartungen an Interessenvertretungen. Analysen anhand repräsentativer Umfragedaten. (= Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung. Band 126). Sigma Verlag, Berlin 2011.[4]
  • M. Wilkesmann: Wissenstransfer im Krankenhaus. Strukturelle und institutionelle Voraussetzungen. VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009.[5]

Buchbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Wilkesmann, J. Falkenberg: Vom Blindflug zur Punktlandung. Zur Arbeit von Krankenhausärztinnen und Krankenhausärzten unter DRG-Bedingungen. In: A. Dieterich, B. Braun, T. Gerlinger, M. Simon (Hrsg.): Geld im Krankenhaus – Eine kritische Bestandsaufnahme des DRG-Systems. Wiesbaden, Springer VS 2019, S. 139–159. doi:10.1007/978-3-658-24807-9_7
  • Maximiliane Wilkesmann: Lernen als Dauerveranstaltung? Zum Wandel des Umgangs mit Wissen in Organisationen. In: M. Apelt, I. Bode, R. Hasse, U. Meyer, V. von Groddeck, M. Wilkesmann, A. Windeler (Hrsg.): Handbuch Organisationssoziologie. Springer VS Verlag, Wiesbaden. online first 2019.
  • M. Wilkesmann: Zum professionellen Umgang mit Nichtwissen im Krankenhaus. In: G. Duttge, C. Lenk (Hrsg.): Recht auf Nichtwissen. Normatives Fundament und anwendungspraktische Geltungskraft. Mentis, Münster 2019, S. 211–231.
  • C. Ruiner, B. Apitzsch, V. Hagemann, L. M. Schons, M. Wilkesmann, S. Salloch: Ärztliches Handeln zwischen professionellem Ethos und finanziellen Anreizen: Eine Verknüpfung qualitativer, quantitativer und experimenteller Methoden zum Vergleich von angestellten Ärzten und Honorarärzten. In: Nicole Burzan, Ronald Hitzler, Heiko Kirschner (Hrsg.): Materiale Analysen. 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maximiliane Wilkesmann, Uwe Wilkesmann: Nicht nur eine Frage des guten Geschmacks! Die Organisation der Spitzengastronomie. 1. Auflage 2020. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Springer, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-30544-4 (dnb.de [abgerufen am 17. Juli 2020]).
  2. Nichtwissen stört mich (nicht): Zum Umgang mit Nichtwissen in Medizin und Pflege. 1. Auflage 2019. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-22009-9 (dnb.de [abgerufen am 17. Juli 2020]).
  3. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 17. Juli 2020.
  4. Uwe Wilkesmann, Alfredo Virgillito, Maximiliane Wilkesmann: Erwartungen an Interessenvertretungen. Mannheim 2011 (dnb.de [abgerufen am 17. Juli 2020]).
  5. Maximiliane Wilkesmann: Wissenstransfer im Krankenhaus: institutionelle und strukturelle Voraussetzungen (= VS research). 1. Aufl. VS, Verl. für Sozialwiss, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16735-0 (dnb.de [abgerufen am 17. Juli 2020]).