Maximiliansau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Artikel Wörth am Rhein, Büchelberg (Wörth), Maximiliansau und Schaidt überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. AF666 (Diskussion) 19:45, 2. Dez. 2017 (CET)
Maximiliansau
Wappen der ehemaligen Gemeinde Maximiliansau
Koordinaten: 49° 1′ 55″ N, 8° 17′ 20″ O
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 10,47 km²
Einwohner: 7265 (30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 694 Einwohner/km²
Eingemeindung: 10. Juni 1979
Postleitzahl: 76744
Vorwahl: 07271
Maximiliansau (Rheinland-Pfalz)
Maximiliansau

Lage von Maximiliansau in Rheinland-Pfalz

Maximiliansau ist ein Ortsbezirk der Stadt Wörth am Rhein und liegt im Landkreis Germersheim im Südosten des Landes Rheinland-Pfalz. Maximiliansau hat rund 7200 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximiliansau liegt direkt am Rhein unmittelbar gegenüber der Großstadt Karlsruhe, bzw. dem Karlsruher Stadtteil Maxau, der früher selbst einmal Maximiliansau hieß, dann aber zu „Maxau“ verkürzt wurde. Eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke überqueren den Fluss bei Stromkilometer 362. Die Kernstadt Wörth liegt nordwestlich von Maximiliansau die Stadt Hagenbach südwestlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 23. November 1938 trug die Gemeinde den Namen Pfortz.[2] Mit dem Bau der ersten Schiffbrücke 1840 entstand nördlich von Pfortz ein Weiler mit verschiedenen Gebäuden (Brückenhäuser, Zollgebäude, Industrieansiedlungen, Gaststätten u. ä.); die Ansiedlung firmierte unter der Bezeichnung „An der Wörther-Knielinger Schiffbrücke“. Auf Antrag der Bewohner wurde 1858 der Name Maximiliansau durch König Maximilian II. von Bayern verliehen. Zu dieser Zeit gehörte die Pfalz als Rheinkreis zum Königreich Bayern. Dieser Weiler blieb jedoch immer Teil der Gemeinde Pfortz. 1865 entstand die erste Eisenbahn-Schiffbrücke, an der Einmündung der Bahnstrecke von Winden zum Rhein. 1938 beschloss der Gemeinderat die Umbenennung von Pfortz in Maximiliansau. Am 21. März 1945 wurde die Rheinbrücke bei Maxilimiliansau zerstört, als eine amerikanische Artilleriegranate einen Detonator traf und damit die von Deutschen vorbereitete Sprengung der Brücke auslöste (siehe Operation Undertone).

Seit 1972 gehörte Maximiliansau zur Verbandsgemeinde Wörth, so war seitdem die Verwaltung in Wörth untergebracht. Am 10. Juni 1979 wurde die Ortsgemeinde Maximiliansau aufgelöst und zusammen mit Wörth, Schaidt und Büchelberg zur Stadt Wörth am Rhein vereinigt.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung hatten früher die Deutsche Linoleum-Werke (DLW), die Firma Schenck (Holzverarbeitung, Spanplatten- und Schwellenproduktion) und die Glashütte Rheinpfalz in Maximiliansau. Alle Fabriken schlossen in den 1970er Jahren.

In der Umgangssprache wird der Ortsname häufig auf „Max’au“ verkürzt.

In Maximiliansau wurde 1870 und 1871, durch die Fa. Gehrlein, das seinerzeit berühmte, von Max von Siebert entworfene Holzschiff für den schwimmenden Rheinzirkus gebaut.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
[4]1802 534
[4]1849 1.114
[4]1861 1.145
[5]1871 1.325
[6]1939 2.730
[7]1979 5.981
2010 7.215
[1]2014 7.260

Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1.325 Einwohnern 968 katholisch (73 Prozent) und 357 evangelisch (27 Prozent).[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (bis 1979)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Pfortz bis 1938, der Gemeinde Maximiliansau ab 1938 bis 1979:

  • 1912–1918/9 ? Fäth
  • 1918–1933: Rudolf Müller
  • 1933–1937: Georg Dreyer
  • 1937: Jakob Wahl (Bürgermeister für Pfortz, Maximiliansau, Wörth in Wörth)
  • 1945–1946: Philipp Kraus („Vorstand Ortskomitee“)
  • 1946–1958: Josef Müller (Wirt Gasthaus zum Anker, CDU)
  • 1958–1970: Hans Eiswirth (hauptamtlich ab 1960, CDU)
  • 1970–1979: Otto Schneider (SPD)

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979–1982: Alfred Meier (CDU)
  • 1982–1989: Heinz Heimbach (CDU)
  • 1989–1999: Franz Nachbar (SPD)
  • 1999–2014: Heinz Heimbach (CDU)
  • seit 2014: Jochen Schaaf (SPD)

Kommunalpartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbezirk unterhält seit 1967 eine Partnerschaft mit Cany-Barville in der Normandie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cany-Barville-Anlage mit Minigolf-Platz

Naturschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naturschutzgebiet Goldgrund (Rheinauen)
NSG Goldgrund

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am ersten Sonntag im Jahr Boule-Glühweinturnier
  • Weiberfasenacht der KFD zwei Wochen vor Fasching
  • Matinee der Schüler- und Jugendkapelle Anfang Mai
  • Pfingstkerwe
  • Lindenblütenfest im Juni
  • Pfortzer Kerwe am letzten Wochenende im August mit Fotoausstellung des Heimatvereins FoKuS
  • Jährlich am 3. Oktober „Neuer Wein Fest“ der SPD am und im Bürgerhaus
  • Herbstkonzert des Musikvereins am 2. Samstag im November

Wirtschaft, Kultur und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn- (rechts) und Straßenbrücke bei Maximiliansau

Bei Maximiliansau besteht eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke über den Rhein. Die A65, die B9 und die B10 treffen sich bei Maximiliansau am Wörther Kreuz. Nördlich von Maximiliansau ist eine zweite Rheinbrücke für den Straßenverkehr geplant (siehe auch Rheinbrücke Maxau). 1864 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz als eine Strecke von Winden nach Maximiliansau errichtet wurde. Der Ort hat zwei Haltepunkte der Bahnstrecke Winden–Karlsruhe (Maximiliansau West und Maximiliansau Eisenbahnstraße) und einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Wörth–Strasbourg (Maximiliansau Im Rüsten).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Daimler AG nutzt in Maximiliansau Stellflächen für die im Werk Wörth produzierten Nutzfahrzeuge. Im Ort gibt es etliche privat geführte Unternehmen.

Einkaufsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Unternehmen im Ort sind im örtlichen Gewerbeverein „G-Max“ organisiert.

Nördlich des Ortes, auf dem Gelände einer ehemaligen Linoleum-Fabrik, gibt es seit 2007 ein Fachmarktzentrum, das „Maximiliancenter“. Ab 2011 wurde es erweitert und vergrößert.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgerhaus (eröffnet 1986)

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die populärste Tageszeitung ist „Die Rheinpfalz“ (Ludwigshafen mit Regionalteil Landau), gefolgt von den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (Karlsruhe).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich die Tulla-Grundschule.

Außerdem sind folgende Kindergärten hier ansässig:

Das CJD betreibt in Maximiliansau einen Weiterbildungspark mit den Schwerpunkten „Berufliche Weiterbildung“ und „Integration“. Von Maximiliansau aus werden die gesamten Aktivitäten des CJD an allen Standorten in Rheinland-Pfalz und im Saarland gesteuert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Rudolph: Maximiliansau im Wandel der Zeiten: Chronik der Ortsgemeinde Maximiliansau, Ortsgemeinde Maximiliansau, Maximiliansau 1975 (bei der Stadtverwaltung Wörth erhältlich)
  • Bildband "Maximiliansau im Fokus" - Herausgeber Heimatverein FoKuS Maximiliansau

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen, Daten, Fakten – www.woerth.de
  2. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 269
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 183 (PDF; 2,2 MB).
  4. a b c Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. XXXI des Anhangs
  5. a b Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 65
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich auf Grund der Volkszählung 1939, 2. Auflage 1941, S. 171
  7. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 202 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.