Mediathek (Fernsehen)

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Als Mediathek bezeichnen hauptsächlich Fernsehsender, so in Deutschland, Österreich und in der Schweiz, ein Internetangebot, in dem vorwiegend Videos und Livestreams angeboten werden. Meistens werden die Beiträge zuvor im Fernsehen gesendet und können danach als Video-on-Demand zu einem beliebigen Zeitpunkt angesehen werden. Der allgemeinere Begriff „Mediathek“ bezeichnet auch andere Anbieter, wie Bibliotheken und Schulungszentren.

Angebot und Verfügbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vielen Mediatheken der Fernsehsender finden sich nicht alle Sendungen des jeweiligen Sendetages wieder. Vielmehr wird – besonders bei den kleineren öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten – lediglich eine Auswahl bestimmter Sendungen angeboten. Oft ist aus rechtlichen Gründen die Verfügbarkeit von Medieninhalten auf einen bestimmten Zeitraum oder auf einen bestimmten geografischen Raum begrenzt, was besonders oft bei Fernsehfilmen oder bei Sportübertragungen vorzufinden ist. Beispielsweise wird in der ARD Mediathek ein Teil der Beiträge nach sieben Tagen depubliziert.[1]

Technologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Verbreitung der Medieninhalte über das Internet wird die Streaming-Media-Technik eingesetzt. Hierbei wird von Seiten des Anbieters eine Videodatei auf einen Server hinterlegt und dann zum Abruf über die Website des Senders für die Nutzer zur zeitunabhängigen Betrachtung angeboten.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbraucherschützer kritisieren, dass bei der Benutzung von Mediatheken Daten ins Internet übertragen werden, die teilweise für die Benutzung der Streaming-Dienste gar nicht erforderlich sind oder sogar personenbezogen sind. Diese Daten werden nicht nur an die Anbieter der Streaming-Dienste, sondern in zahlreichen Fällen auch an mehrere weitere Server gesendet. Sie werden in der Regel für die Messung von Medienreichweiten genutzt, aber insbesondere im Zusammenhang der Nutzung mit mobilen Apps werden auch Benutzungsstatistiken, die Namen der Mobilfunkanbieter und Identifikatoren an Datensammler wie Google, Facebook oder Microsoft gesendet.[2]

Liste von Mediatheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mediathek von ARD und ZDF Die Sieben-Tage-Verwirrung. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 11. Juli 2014, abgerufen am 11. Februar 2016.
  2. TV-Mediatheken: Apps von Fernsehsendern schicken Daten weiter, test.de vom 27. Juni 2018, abgerufen am 28. Juni 2018