Menzies Campbell

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Menzies Campbell.

Sir Walter Menzies Campbell, CH, CBE, QC (kurz Ming Campbell; * 22. Mai 1941 in Glasgow) ist Kanzler der University of St Andrews, ein schottischer Abgeordneter des britischen Unterhauses und war von März 2006 bis Oktober 2007 Vorsitzender der Liberal Democrats, als Nachfolger von Charles Kennedy. Sein zweiter Vorname wird /'miŋis/ gesprochen (siehe Menzies).

Leben[Bearbeiten]

Menzies Campbell studierte Rechtswissenschaften an der Universität Glasgow, wo er Präsident der University Union wurde. Er hat Abschlüsse als LL.B. und MA. Später erhielt er auch ein Stipendium für einen Aufenthalt in Stanford. Campbell nahm 1964 an den Olympischen Spielen in Tokio teil und erreichte mit der britischen 4-mal-400-Meter-Staffel das Finale.

Campbell heiratete im Juni 1970 Elspeth, Lady Grant-Suttie, Tochter des Major General Roy Urquhart. Das Paar hat keine Kinder, jedoch hat seine Frau ein Kind aus ihrer früheren Ehe. Im Jahr 2002 erkrankte Campbell an einem Non-Hodgkin-Lymphom, wurde aber nach intensiver Chemotherapie davon geheilt.

Politische Karriere[Bearbeiten]

1975 wurde er Vorsitzender der Schottischen Liberalen. Nach drei missglückten Versuchen wurde er 1987 ins Unterhaus gewählt.

Am 2. März 2006 wurde er als Nachfolger von Charles Kennedy zum Vorsitzenden der Liberal Democrats gewählt. Gegenkandidaten waren Chris Huhne und Simon Henry Ward Hughes. Seine Positionen sind am ehesten als sozialliberal zu bezeichnen. So fordert er geringere Besteuerung von Arbeit auf Kosten von höheren Umweltsteuern. Campbell und die Liberal Democrats sind die einzige der drei großen britischen Parteien, die den Irakkrieg kategorisch ablehnen.

Menzies Campbell trat am 15. Oktober 2007 als Vorsitzender der Liberal Democrats zurück. Sein Nachfolger ist Nick Clegg.

Weblinks[Bearbeiten]