Metallophyt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Metallophyten – je nach Sichtweise auch Schwermetallpflanzen oder Metall-(An)Zeigerpflanzen genannt – sind Pflanzen, die in der Lage sind, größere Mengen bestimmter Schwermetalle einzulagern. Als Schwermetallzeiger haben sie eine besondere Bedeutung, da sie Standorte mit hoher Schwermetallbelastung (z. B. Bergbau-Halden) kennzeichnen. Metallophyten vertragen oft solche Konzentrationen an Schwermetallen wie Blei, Zink oder Cadmium, die auf andere Pflanzen längst toxisch wirken. Metallophyten, insbesondere solche mit hoher Zink-Toleranz, werden auch Galmeipflanzen genannt.

Beispiele für Metallophyten sind u. a. Arabidopsis halleri (Hallersche Schaumkresse): Cd, Zn; Pycnandra acuminata[1] und Thlaspi goesingense (Gösing-Täschelkraut): Ni, Pb, Zn, Cd; außerdem etwa Viola calaminaria und Viola guestphalica (Galmeiveilchen) und bestimmte Ökotypen von Silene vulgaris (Taubenkropf-Leimkraut).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grüne Giftschlucker: Pycnandra acuminata nimmt Schwermetall auf – Beitrag in Nano, am 22. Juni 2017, u.a. mit „Der Busch […] aus Neukaledonien kann Nickel aus dem Boden ziehen. Wissenschaftler Antony van der Ent erforscht Pflanzen mit solchen bizarren Fähigkeiten.“ und (etwa ab der 33. Sekunde) mit „Hier haben wir ein wirklich großes Exemplar, einer Art namens ‚Pycnandra acuminata‘. Dieser Baum ist berühmt für seinen blaugrünen Pflanzensaft, der 25 Prozent Nickel enthält.“