Metamorphosen (Zeitschrift)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die metamorphosen sind eine unabhängige deutschsprachige Literaturzeitschrift, die dreimal jährlich im Berliner Verbrecher Verlag erscheint.

metamorphosen. Magazin für Literatur und Kultur

Beschreibung Literaturzeitschrift aus Berlin
Sprache Deutsch
Verlag Verbrecher Verlag (Deutschland)
Erstausgabe 1991
Erscheinungsweise dreimal jährlich
Verkaufte Auflage 1000 Exemplare
Chefredakteur Moritz Müller-Schwefe
Michael Watzka
Herausgeber Moritz Müller-Schwefe
Michael Watzka
Weblink magazin-metamorphosen.de

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cover der metamorphosen-Ausgabe Nr. 12 ("Loslegen", Januar 2016)

Die metamorphosen wurden 1990 von Brigitte Badelt, Sven Limbeck, Maike Lührs, David Potter und Christof Nikolaus Schröder in Heidelberg gegründet und erschienen zunächst zwischen 1991 und 2000 vierteljährlich als studentische Literatur-, Kunst- und Kulturzeitschrift. Während die Gründer der „Unabhängigen Zeitung am Germanistischen Seminar“ (so der Untertitel der ersten Nummern) auch ein (hochschul-)politisches Anliegen verfolgten, gewann die Zeitschrift unter der Herausgeberschaft von Ingo Držečnik und Roman Pliske seit 1994 ein literarisches und feuilletonistisches Profil: Neben Veröffentlichungen neuer Lyrik und Prosa erschienen Buchrezensionen, Filmbesprechungen, Kunstkritiken und Essays. Im Jahre 2000 erschien mit der Nr. 30 die letzte Nummer dieser Folge.

Neue Folge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2013 erscheinen die metamorphosen in neuer Folge in Berlin unter der Herausgeberschaft von Moritz Müller-Schwefe und Michael Watzka (bis 2015 weiterhin im Elfenbein Verlag). Die Redaktion besteht vor allem aus Studierenden, das Konzept der alten Folge wurde in Teilen beibehalten. In den Fokus rücken vor allem Texte, die abseits des Mainstreams liegen und noch unveröffentlicht sind; das Magazin versteht sich als "Seismograph" für junge Literatur.[1]

Feste Bestandteile eines jeden Hefts sind dabei ausführliche Autoren-Interviews (bisher u. a. mit Wolfgang Welt, Jonathan Franzen, Juan S. Guse, Sarah Khan, Joshua Cohen, Daniel Kehlmann, Katja Petrowskaja, Leif Randt), Verlags- und Autorenporträts, unveröffentlichte Lyrik und Prosa, die Serie "Ein Gedicht von..." (bisher u. a. mit Ron Winkler, Natalie Wise, Anna Hetzer, Mareen Bruns, Matthias Friedrich, Maddalena Vaglio Tanet, Sascha Kokot und Felix Schiller) sowie Buchrezensionen und die Kulturberichterstattung. Seit Oktober 2013 sind die metamorphosen auf verschiedenen Plattformen auch als E-Paper erhältlich. Die Ausgaben 34|4 bis 36|6 wurden durch den Deutschen Literaturfonds e.V. Darmstadt gefördert. Im Herbst 2014 traten die metamorphosen als Medienpartner des Literaturprojekts "Comment" der Lettrétage Berlin in Erscheinung.

Seit Oktober 2015 erscheint das Magazin im Verbrecher Verlag – und in einem neuen Design, das in Kooperation mit der FH Potsdam und den Gestalterinnen Lena Hegger und Luisa Preiß entwickelt wurde. Im Frühjahr 2016 riefen die metamorphosen gemeinsam mit dem Münchner Literaturmagazin Das Prinzip der sparsamsten Erklärung den "Superpreis für Literatur" ins Leben. Mit diesem wurden im Juni 2016 die Autoren Martin Piekar, Andreas Reichelsdorfer und Felix Schiller ausgezeichnet. Ende April 2017 erschien eine Sonderausgabe der metamorphosen zur sogenannten Alternative Literature. Gastherausgeber der Ausgabe ist der Schriftsteller Marc Degens.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Zu neuen Ufern". Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. März 2016 (Nr. 58), S. 12.