Metro Samara

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Samara Metro logo.svg
Metro Samara
Станция "Алабинская" Самара.JPG
Basisdaten
Staat Russland
Stadt Samara
Eröffnung 1987
Linien 1
Streckenlänge 11,6 km
Stationen 10
Tunnelstationen 9
Nutzung
Kürzester Takt 10 Min.
Passagiere 13,1 Mio. pro Jahr (2019)[1]
Mitarbeiter 1061 (2019)[1]
Fahrzeuge Baureihe 81-717/714
Spurweite 1520 mm
Stromsystem 825 V = Stromschiene
Karte der Metro Samara mit derzeitigem Ausbau (rot) und geplanten Stationen (rosa)

Die Metro Samara (russisch Самарское метро Samarskoje metro) ist die U-Bahn der russischen Stadt Samara. Sie wurde 1987 eröffnet und besteht derzeit aus einer Linie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er-Jahren wollte Samara anderen sowjetischen Städten wie zum Beispiel Nowosibirsk folgen und eine U-Bahn bauen. Dafür gab die Stadtverwaltung 1977 eine Studie in Auftrag, wozu auch Bodenprüfungen gehörten. Die Bauarbeiten für das zukünftige Sekantennetz begannen 1980. Sieben Jahre später, am 26. Dezember 1987, konnte der erste Abschnitt zwischen Jungorodok (Юнгородок) und Pobeda (Победа) eröffnet werden.

Seitdem erfolgt der weitere U-Bahnausbau. Am 31. Dezember 1992 konnte eine weitere Station, Sowetskaja (Советская), eröffnet werden. Wenige Monate später konnte wiederum ein neues Tunnelstück in Betrieb gehen, ab dem 25. März fuhr die U-Bahn um eine Station weiter bis Sportiwnaja (Спортивная). Im gleichen Jahr, am 30. Dezember, ging die vierte Erweiterung bis Gagarinskaja (Гагаринская) in Betrieb. Diese Verlängerungen zusammen sind 3,8 km lang. Seit dem 27. Dezember 2002 fährt die U-Bahn zwischen Jungorodok und Moskowskaja (Московская). Dieser Abschnitt verlängerte die Linie um 2,4 auf insgesamt 10,7 km. Am 26. Dezember 2007 wurde die Linie um noch eine Station, nämlich Rossijskaja, nach Westen verlängert. Am 26. Dezember 2014 wurde der 1,3 km lange Abschnitt bis zur Station Alabinskaja (Алабинская) eröffnet.

Wie für eine ehemals sowjetische Stadt üblich, ist geplant, das bisher nur aus einer Linie bestehende U-Bahn-Netz zu einem Sekantensystem auszubauen. Das heißt, drei Linien bilden ein (meist innerstädtisches) Dreieck mit drei Umsteigepunkten. Zuvor jedoch soll die jetzige, zumeist rot dargestellte Metrolinie ausgebaut werden. Im Zeithorizont 2016 bis 2020 sind zusätzlich zwei weitere Stationen eingeplant: Samarskaja (Самарская) und Teatralnaja (Театральная), später auch eine weitere, Woksalnaja (Вокзальная). 2020 könnte auch eine Verlängerung um eine Station in Richtung Osten bis Krylja Sowetow (Крылья Советов) dazukommen. Dies wäre somit die erste Ausbaustufe. Noch später soll die Realisierung der zweiten Linie beginnen, Umsteigebahnhof soll hier Moskowskaja sein (2030 bis 2040).

Derzeit wird die etwa 12 km lange Linie mit Wagen der von Metrowagonmasch stammenden Baureihe 81-717/714 betrieben. Diese benutzen für die Stromeinspeisung Stromschienen bei 825 Volt und fahren auf der russischen Breitspur von 1520 Millimetern. Derzeit stehen 23 Vier-Wagen-Züge zur Verfügung. 1993 beförderte die Metro Samara 21,3 Millionen Passagiere, 1998 28,6 Millionen, 1999 24,9 und im Jahr 2002 beförderte diese U-Bahn 23,6 Millionen Fahrgäste.

Liste der Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der nachfolgenden Tabelle sind die Stationen in der Reihenfolge des Verlaufes der einzigen Metrolinie von West nach Ost aufgeführt.

Bild Name transkribiert/
Name original
Eröffnet Karte Bemerkenswertes
in der Nähe
Alabinskaja Alabinskaja
Алабинская
26.12.2014 Lage  
Rossijskaja Rossijskaja
Российская
26.12.2007 Lage  
Moskowskaja Moskowskaja
Московская
27.12.2002 Lage  
Gagarinskaja Gagarinskaja
Гагаринская
26.12.1993 Lage  
Sportiwnaja Sportiwnaja
Спортивная
25.03.1993 Lage  
Sowetskaja Sowetskaja
Советская
31.12.1992 Lage  
Pobeda Pobeda
Победа
26.12.1987 Lage  
Besymjanka Besymjanka
Безымянка
26.12.1987 Lage  
Kirowskaja Kirowskaja
Кировская
26.12.1987 Lage  
Jungorodok Jungorodok
Юнгородок
26.12.1987 Lage  

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Metro Samara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die wichtigsten Daten der U-Bahnen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion 2019 (russisch) (PDF) asmetro.ru. Abgerufen am 15. Juni 2021.