Michael Ebert (Fotograf)

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Michael Ebert (* 2. September 1959 in Wuppertal) ist ein deutscher Fotograf und Hochschuldozent. Er ist außerdem als Kurator und Autor tätig.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Volontariat bei einer Sportfotoagentur arbeitete er als Fotojournalist für Tageszeitungen und Magazine. Von 1982 bis 1987 war Michael Ebert Mitglied des Fachausschusses für Bildjournalisten beim Deutschen Journalisten Verband (DJV). Ab 1991 wechselte er in den zentralen Kommunikationsbereich der Telekom und war dort für Fotografie verantwortlich. Im Jahr 1996 verließ er die Telekom, um wieder als freier Fotograf und Publizist, hauptsächlich für Unternehmen und Magazine tätig zu sein. Zu den Kunden gehörten die Deutsche Telekom, Panasonic Japan und Miele. Seine freien Arbeiten findet man auf Buchtiteln, CD-Covers und in Zeitungen, wie FAZ, Neue Züricher und der Süddeutschen Zeitung. Daneben beriet er Firmen in kulturellen und technischen Fragen der Fotografie. 1994 wurde Michael Ebert in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen und ist seit 1997 der Hamburger Bildagentur VISUM angeschlossen. In den 2000er-Jahren beschäftigte sich Michael Ebert als Autor und Dozent zunehmend mit kulturellen und geschichtlichen Aspekten der Fotografie, besonders des Fotojournalismus. In diesem Zusammenhang hat er Fotoausstellungen kuratiert, unter anderem mit Will McBride, Pierre Gassmann, Letizia Battaglia sowie den Pulitzerpreisträgern Horst Faas und Nick Út. Ebert ist Mitglied in den Jurys des Dr. Erich-Salomon-Preises und der „Rückblende“, des deutschen Wettbewerbs für politische Pressefotografie.

Michael Ebert ist Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der DGPh[1] und wurde 2005 in den Vorstand des Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg [2] gewählt. Von 2007 bis 2009 war Michael Ebert Lehrbeauftragter für Bildjournalismus an der FH Gelsenkirchen und gründete 2008 mit dem Kommunikationswissenschaftler Renatus Schenkel an der Hochschule Magdeburg-Stendal [3] den ersten deutschen Studiengang für Bildjournalismus, den sie seitdem gemeinsam leiten. Seit 2013 unterrichtetet er auch an der Hochschule Hannover im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. Michael Ebert ist mit der Kunsthistorikern Sandra Abend verheiratet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ebert, M. (1 2001). Schwarzes Spanien Lorcas. Leica World. Photography International.
  • Ebert, M. (2 2002). Alle Bilder für alle sofort. Leica World. Photography International, S. 62-64.
  • Ebert, M., Gapp, C. D., & Jostmeier, M. P. (2003). Bildung des Digitalen – Digitale Bildung. Nürnberg.
  • Ebert, M. (9 2004). Der König des Schattenreichs. Photonews.
  • Ebert, M. (7 2006). This is war (Artikel über Horst Faas). Leica Fotografie International.
  • Ebert, M. (6 2009). Yankee Papa 13 Gefaked. ProfiFoto.
  • Ebert, M. (10 2009). Familientreffen. ProfiFoto.
  • Ebert, M. (2010). Ich habe den Krieg berichtet. frame#3, Jahrbuch der DGPh.
  • Ebert, M., & Abend, S. D. (2010). Fotoworkshop für Kinder. Heidelberg.
  • Ebert, M., & Abend, S. D. (2010). Photography for Kids!: A Fun Guide to Digital Photography. Santa Barbara.
  • Ebert, M. (11 2010). Visa Pour L'Image 2010. ProfiFoto.
  • Ebert, M. (8 2011). Das A bis Z des Zeitungsfotos. Journalist.
  • Ebert, M. (4 2012). Zwei Giganten (Artikel zu Horst Faas und Nick Ut). Leica Fotografie International.
  • Ebert, M. (7 2012). Zum Tod von Horst Faas. Photonews.
  • Ebert, M. (9 2012). Nicht nur "Eine französische Schule". ProfiFoto.
  • Ebert, M. (11 2012). Perpignan Visa Pour L'Image 2012. ProfiFoto.
  • Ebert, M. (2014). Ab dreimal ist es Tradition (Vorwort). In 4. Lumix Festival Katalog. Hannover.
  • Ebert, M. (2014). Fotojournalismus von 1945-1972. In H.-M. K. (Hrsg.), Augen Auf!: 100 Jahre Leica. Heidelberg.
  • Ebert, M., & Abend, S. D. (9 2014). Bilder machen Bilder. Medien Concret.
  • Ebert, M. (2015). Vorwort. In F. Wagenknecht, & D. Tölle, Recht am eigenen Bild. Heidelberg.
  • Ebert, M., & Bauernschmitt, L. (2015). Handbuch des Fotojournalismus. Heidelberg.
  • Ebert, M. (2015). One for all time – Raising the flag. In S. D. Abend, & H. P. Körner (Hrsg.), Vor-Bilder Ikonen der Kulturgeschichte. München.
  • Ebert, M. (9 2015). To absent friends! (Artikel zum 40-jährigen Jahrestag des Vietnamkrieges). ProfiFoto.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Pierre Gassmann, Interpret und Fotograf, Zentrum für Fotografie, Berlin
  • 2004: Will McBride, Photokina, Köln
  • 2005: Horst Faas, visible war, Frankfurt, Hannover, Königswinter, Nürnberg, Magdeburg,
  • 2007: Letizia Battaglia, 40 Jahre gegen die Mafia, Ludwigshafen
  • 2008: „Bilder des Amerikanischen Bürgerkrieges“ Photokina Köln, Visual Gallery
  • 2012: „Nick Ut – Horst Faas“ Photokina Köln, Halle 1
  • 2014: „Anja Niedringhaus – Bilder aus Afghanistan“, Photokina Köln, Halle 1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Faas. In: Photonews. 06/2005.
  • Interview mit Michael Ebert auf ARTE in Metropolis, 24. September 2006
  • Faszinierende Fotografien. In: Rheinische Post. 10. März 2006.
  • Leica World – Photography International 2/2002, Images for everyone on the spot. S. 62–64.
  • Von Beruf Chamäleon. Interview mit Michael Ebert. In: Rheinische Post. 12. September 2007.
  • In die Wirtschaft durchgestartet. In: Freelens Magazin. Nr. 25.
  • Yankee Papa 13 Gefaked. In: Profifoto. 06/2009 (über Eberts Entdeckung eine Fakes im Magazin Life).
  • Neue Studiengänge: „Die Welt mit Bildern erklären“. In: Rheinische Post. 18. September 2008.
  • Im Angesicht des Todes. In: Kölner Stadtanzeiger. 20. September 2008.
  • Wege in den Journalismus. In: Journalist. 07/2009.
  • Eine Frage der Perspektive. In: Rheinische Post. 20. April 2009.
  • Bewegend und wunderbar durchdacht. In: NRZ. 15. Oktober 2009.
  • Leidenschaft für Fotografie. In: Rheinische Post. 26. Oktober 2010.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preis 2004 an Will McBride (Memento vom 20. Februar 2006 im Internet Archive)
  2. Website des Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg (Memento vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive)
  3. Pressemitteilung der Hochschule Magdeburg-Stendal zur Ausstellung Visible War (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.is)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]