Michael Graeter

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Michael Graeter (* 1941 in München) ist ein deutscher Boulevard-Journalist und Buchautor. Graeter erregte Aufsehen mit der Veröffentlichung von Klatschgeschichten und Gesellschaftskolumnen, die eine Mischung aus persönlichen Erlebnissen, Lebensschicksalen und nicht selten anonymen Informationen waren. Er war die Inspiration zu der Filmfigur Baby Schimmerlos aus der Filmreihe Kir Royal von Helmut Dietl.

Leben und Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graeter war nach eigenen Angaben[1] Deutschlands jüngster Ressort-Chef bei der Münchener Abendzeitung, für die er schon 1965 als Redaktionsmitglied schrieb. Von 1970 bis 1983 gab er als Verleger die Augsburger Neue Presse heraus. Später arbeitete er als Korrespondent in Paris für diverse Zeitungen und die ZDF-Sendung Die Drehscheibe. 1984 bis 1988 schrieb er bei Bild und von 1989 bis 1997 für die Zeitschrift Bunte als Gesellschafts-Kolumnist, danach für die Neue Revue.

1975 spielte er in der Folge Ein Playboy segnet das Zeitliche der Krimiserie Der Kommissar sich selbst.

Von 1979 bis 1998 betrieb er in der Schwabinger Leopoldstraße das Café „Extrablatt“ und eröffnete Filialen auch in Los Angeles und Berlin, die allerdings scheiterten. 1986 gründete er die Münchener Kinos „Cadillac“ und „Veranda“, 1998 das Filmtheater „Aeroport FJS Schwabing“.

Am 13. März 2002 wurde er vom Landgericht München wegen Insolvenzverschleppung, Bankrott und Veruntreuung von Arbeitsentgelt zu 14 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Graeter setzte sich deshalb in die Schweiz ab und arbeitete dort für einen Schweizer Privatsender. Er wurde jedoch ausgeliefert und musste aufgrund des Bruches seiner Bewährungsauflagen die restliche Zeit von acht Monaten in der Justizvollzugsanstalt Landsberg absitzen.

Seitdem lebt Graeter mit seiner Familie am Münchener Stadtrand und schreibt wieder für die Abendzeitung, bei der er auch seine journalistische Tätigkeit begonnen hatte.[2]

Graeter ist verheiratet mit Monika Graeter und hat einen Sohn (* 1991).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Großen, Berühmten und Reichen. Ein indiskreter Report. Herbig, München 1986, ISBN 3-7766-1447-1
  • Wer ist was in München. In Wort und Bild. Schulz, Percha am Starnberger See 1987, ISBN 3-7962-0119-9
  • Eitelkeit. Geheimnis des Erfolgs. Herbig, München 1990, ISBN 3-7766-1599-0
  • Lexikon des Klatsches. Liebe, Laster und Skandale – von Boris bis Verona. Eichborn, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8218-3946-5
  • Extrablatt. Langen/Müller, September 2009, ISBN 3784432077

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.michaelgraeter.de/Michael+Graeter/vita (Artikel nicht mehr aufrufbar)
  2. Tina Stockausen: Michael Graeter – ein Leben für den Klatsch. Hrsg.: Rheinische Post. Jahrgang 64, Nummer 210, 10. September 2009, S. D8.