Michael Wening

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Michael Wening (1645–1718)

Michael Wening (* 11. Juli 1645 in Nürnberg; † 18. April 1718 in München) war Hofkupferstecher bei Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern.

Leben[Bearbeiten]

Der Nürnberger Metzgerssohn Michael Wening ist seit 1666 in München nachweisbar und floh 1668 wegen einer Vaterschaftsangelegenheit aus seiner Heimatstadt nach München. Er arbeitete bei Hofe zunächst vor allem als Fourier. 1669 wurde er zum Hofkupferstecher, 1680 zum kurfürstlichen Ritterstubenportier ernannt. Dieses kleine Hofamt verpflichtete nur zu wenig tatsächlichem Dienst.

Nach kleineren Arbeiten als Kupferstecher erhielt er im Juni 1696 von Kurfürst Max Emanuel einen Vertrag für die Darstellung aller Orte in den vier Rentämtern München, Burghausen, Landshut und Straubing. Am 12. November 1692 zog er von Dachau aus mit einem fürstlichen Patent versehen durch das Land. Bis zum Januar hatte er schon 131 Orte abgebildet.

Am 2. November 1701 war mit dem Rentamt München der erste Band der Historico-topographica descriptio Bavariae (1701–1726) fertiggestellt. In diesem vierbändigen Hauptwerk finden sich, nach Rentämtern geordnet, Abbildungen von bayerischen Städten, Schlössern und Klöstern. Insgesamt stach er etwa 1000 Orte in Kupfer. Die Texte schrieb der Jesuit Ferdinand Schönwetter. Wening schuf außerdem noch Bildnisse und Veduten sowie Stiche der Schlachten des Kurfürsten Max Emanuel im Kampf gegen die Türken.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gertrud Stetter: Michael Wening, Leben und Werk des Kupferstechers und Topographen. Süddeutscher Verlag, München 1964.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael Wening – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien