Michael Wildenhain

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Michael Wildenhain (2015)

Michael Wildenhain (Pseudonym: Carl Wille, * 20. September 1958 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Wildenhain auf der Messe schriftgut

Michael Wildenhain ist der Sohn eines Schlossers und einer Erzieherin. Er wuchs in West-Berlin auf.

Nach dem Abitur absolvierte er ein Praktikum als Maschinenbauer und studierte anschließend u.a. Informatik, Philosophie, Mathematik und Wirtschaftsingenieurwesen. Er übte diverse Hilfsjobs aus und gehörte in den frühen 80er Jahren zwei Jahre lang zu einer Gruppe jugendlicher Hausbesetzer in Berlin. Nach einer Zeit als Regie-Hospitant am Hamburger Thalia-Theater in Hamburg ließ er sich 1987 als freier Schriftsteller in Berlin nieder.

Michael Wildenhain ist Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und seit Juni 2014 im Vorstand des VS Berlin.[1] Zudem gehört er dem P.E.N.-Zentrum Deutschland an und trat 2012 in die Linkspartei ein.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Wildenhain ist Verfasser von Romanen, Erzählungen, Gedichten, Theaterstücken und Jugendbüchern. In seinen ersten Werken ist er ein Schilderer der Hausbesetzer- und Autonomenszene im Berlin-Kreuzberg der Achtzigerjahre sowie des „Deutschen Herbstes“. Seine Stücke beschäftigen sich mit Themen wie Gewalt und Rechtsradikalismus unter Jugendlichen.

Wildenhains Roman Das Lächeln der Alligatoren stand auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zum Beispiel K., Berlin 1983
  • Prinzenbad, Berlin 1987
  • Das Ticken der Steine, Berlin 1989
  • Denn es ist die Maschine in ihnen, die von Zärtlichkeiten träumt, Berlin 1991
  • Die Freiheit, die sie meinen, München 1991
  • Umstellt, Berlin 1991
  • Die kalte Haut der Stadt, Berlin 1991
  • Exit Berlin, Berlin 1994 (unter dem Namen Carl Wille)
  • Heimlich, still und leise, Frankfurt am Main 1994
  • Wer sich nicht wehrt, Ravensburg 1994
  • Crashcar, Ravensburg 1995
  • Die Zeit als Wolf, Weilerswist, 1995
  • Erste Liebe – deutscher Herbst, Frankfurt am Main 1997
  • Lisa im Zirkus, Ravensburg 1997 (zusammen mit Wolfgang Slawski)
  • Lisa und Robbi, Ravensburg 1998 (zusammen mit Wolfgang Slwaski)
  • Der deutsche Zwilling, Rom 1999
  • Wieland, der Meister oder Alle Schwäne sind weiß, Frankfurt am Main 2000
  • Der Augenblick des Absprungs, München 2001
  • Minna Musical, Heilbronn 2000 (zusammen mit Konstantin Wecker u. a.)
  • Je t'aime, Rheinsberg 2002
  • Russisch Brot, Stuttgart 2005
  • Die Schwestern, München 2005
  • Mit heißem Herz, Berlin 2007
  • Die schönen scharfen Zähne der Koralle, Bamberg 2007
  • Träumer des Absoluten, Stuttgart 2008
  • Blutsbrüder, Ravensburg 2011
  • Das Lächeln der Alligatoren. Klett-Cotta, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-608-93973-6.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oliver Binder, Ulrich Müller: Lessings Minna von Barnhelm als Musical: "Minna Musical" von Michael Wildenhain, Konstantin Wecker, Nicolas Kemmer (2001). In: Suevica. Beiträge zur schwäbischen Literatur- und Geistesgeschichte 9 (2001/2002). Stuttgart 2004 [2005], S. 43–54

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michael Wildenhain – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verband deutscher Schriftsteller: Der Berliner Verband deutscher Schriftsteller (VS) hat neuen Vorstand gewählt, online ab 26. Juni 2014
  2. http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/de/Nominierungen/