Michel Quoist

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Michel Quoist (* 18. Juni 1921 in Le Havre; † 18. Dezember 1997 in Le Havre) war ein französischer Priester und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater war früh verstorben. Schon mit 14 Jahren musste Michel Quoist für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Früh begann seine Suche nach dem Sinn des Lebens. In diesem Zusammenhang entwickelte sich seine persönliche christliche Glaubensüberzeugung. 1947 wurde er zum Priester geweiht. In seiner Arbeit als Seelsorger und Autor wandte er sich insbesondere jungen Menschen zu. Nach einem Aufbaustudium am Institut für Sozial- und Politikwissenschaften entwickelte er als Forscher und Praktiker eine Befragungsmethode, die später zu einem Klassiker wurde. Seine Doktorarbeit schrieb er über die soziologischen Strukturen der Altstadt von Rouen. Danach kehrte er als Vikar nach Le Havre zurück und wurde später Gemeindepriester.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Priester der Nachkriegszeit der katholischen Aktion in Verbindung mit größeren religiösen Initiativen veröffentlichte er 1954 ein Gebetbuch (Prières, auf Deutsch erschienen unter dem Titel Herr, da bin ich), das ihm einen großen Erfolg einbrachte: 2.500.000 Exemplare wurden weltweit verkauft.

Seine Bücher werden bis heute verlegt, und Millionen von Exemplaren sind in bisher 27 Sprachen erschienen. Seine literarische Arbeit ist besonders in Lateinamerika bekannt.

Eines seiner bekannten Gedanken/Gebete ist der folgende Kurztext:

Als ob es Tote gäbe!
Herr es gibt keine Toten, es gibt nur Lebendige, auf unserer Erde und im Jenseits.
Herr, den Tod gibt es, aber nur ein Moment, ein Augenblick, eine Sekunde, ein Schritt.
Der Schritt vom Vorläufigen ins Endgültige.
Der Schritt vom Zeitlichen ins Ewige.