Mikosch im Geheimdienst

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Filmdaten
Originaltitel Mikosch im Geheimdienst
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1959
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Franz Marischka
Drehbuch Franz Marischka
Franz M. Schilder
Produktion Walter Tjaden
Musik Hans Hagen
Kamera Werner Kenz
Schnitt Paula Dworak
Besetzung

Mikosch im Geheimdienst ist eine österreichische Filmkomödie von Franz Marischka aus dem Jahr 1959. Es handelt sich um eine Fortsetzung des Films Mikosch, der Stolz der Kompanie aus dem Jahr 1958.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Mikosch und Otto Schummrich gehören wie die junge Susi Lindinger, Ferdinands Freundin, zur kleinen Theatergruppe von Max Sperling. Ferdinand ist immer wieder eifersüchtig auf Susi und bald hat sie genug: Sie weigert sich, aufzutreten, und Max’ Freundin Fanny, die eigentlich für die Küche zuständig ist, springt spontan ein und verärgert das Publikum mit ihrem Gesang. Als auch noch die drei, „Praterelfen“ genannten, Tänzerinnen ausfallen, weil Max ihn schon lange keine Gage mehr bezahlt hat, ist alles aus: Ferdinand, Otto und Max springen ein und es kommt zu Tumulten. Am Ende ist das Theater durch die wütenden Zuschauer demoliert worden. Susi wiederum kündigt. Dies freut den Rittmeister Gustl von Schöndorn, der Susi als Agentin anwirbt: Der Österreicher Gustl hat mit dem Preußen Major Claus Dieter Graf Schnackewitz und dem russischen Oberst Fedor Fedorowitsch Ganiew vom österreichischen Chef des Geheimdienstes Wedel den Auftrag erhalten, ihre jeweiligen Herrscher beim historischen Drei-Kaiser-Treffen in Ischl zu beschützen. Gustl misstraut Ganiew und Susi soll den Oberst heimlich beschatten. Sie gewinnt als Zimmermädchen sein Vertrauen und wird nach einiger Zeit mit nach Ischl genommen.

Gustl entwickelt mit seinem Vorgesetzten Oberst Ferdinand von Weißenburg-Schwarzeneck unterdessen einen Notfallplan, den sie Mikosch-Plan nennen. Für diesen sind drei Männer nötig und so werden Ferdinand, Otto und Max nach Ischl geholt, wo sie angeblich ein Gastspiel geben sollen. Stattdessen lassen sich die drei von den Reizen der Kasernenärztin betören und treten freiwillig ins Regiment ein. Hier treffen sie auf Susi, aber auch auf Fanny, die inzwischen das Regiment bekocht. Sie wissen nicht, dass sie Teil eines größeren Plans sind, und lassen sich tagelang vom Soldaten Wokurka schinden, dem sie einmal einen Streich gespielt hatten. Erst als sie heimlich fliehen wollen, weiht Gustl sie in seinen Plan ein. Sie sollen einen Part zur Sicherheit der drei Staatsoberhäupter beitragen. Zunächst jedoch steigen sie erst einmal zu Kellnern auf.

Wokurka lässt die drei Männer in das Kasernengefängnis werfen, als er sie mal wieder trifft. Die drei fliehen zu ihren Frauen. Max jedoch, der sich in die Kasernenärztin verliebt hat, versteckt sich in ihrem Behandlungszimmer. So bekommt er mit, wie sich die Ärztin mit Ganiew unterhält und beide ihren Plan zur Tötung der Staatsoberhäupter genauer besprechen. Die Ärztin übergibt Ganiew eine Bombe, die in einen Wecker eingebaut ist und erst kurz nach Weckerklingeln explodiert. Max berichtet den anderen von dem Plan und der Bombe, was wiederum Ganiew hört. Er tauscht den Wecker heimlich aus, sodass Susi den anderen den falschen Wecker bringt. Der Versuch, den Wecker zu Ganiew zurückzubringen, scheitert: Susi wird von Ganiew und der Ärztin gefangengenommen. Ferdinand, Otto und Max untersuchen weitere Wecker, doch hat Ganiew das Original längst wieder in seinen Besitz gebracht. Erst jetzt tritt der Mikosch-Plan in Kraft. Ferdinand, Otto und Max verkleiden sich als die drei Staatsoberhäupter und treten auf einem Empfang in Erscheinung. Ganiew aktiviert die Bombe, die jedoch keinen größeren Schaden anrichtet. Ganiew und die Ärztin werden verhaftet und Susi kann unverletzt aus ihrer Gewalt befreit werden.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in den Ateliers der Wien-Film gedreht. Mitregie führte Franz Josef Gottlieb. Die Kostüme schuf Edith Almoslino, die Filmbauten stammen von Theodor Harisch und Fritz Jüptner-Jonstorff. Der Film erlebte am 27. Februar 1959 in München seine deutsche Erstaufführung und kam am folgenden Tag in die deutschen Kinos. Alternativtitel des Films waren Ein fideles Manöver und 3 Voll-Idioten.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die übliche Aneinanderreihung abgedroschener Witzchen, plump und geschmacklos“, urteilte der film-dienst.[1] Cinema ordnete den Film als Klamotte ein.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mikosch im Geheimdienst. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Vgl. cinema.de