Milzkräuter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Milzkräuter
Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)

Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Milzkräuter
Wissenschaftlicher Name
Chrysosplenium
L.

Die Milzkräuter (Chrysosplenium) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) mit etwa 57 bis 65 Arten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium), Früchte und Samen
Der Hauptunterschied der beiden mitteleuropäischen Arten ist die Stellung der Blätter:
Links: Chrysosplenium oppositifolium Rechts: Chrysosplenium alternifolium

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Milzkraut-Artem handelt sich um kleine, ausdauernde, krautige Pflanzen, die meist Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern erreichen. Sie bilden Ausläufer (Stolonen) oder Knollen als Überdauerungsorgane, von denen aufrechte Seitentriebe abgehen.

Die Laubblätter können sowohl gegenständig wie wechselständig sein. Sie sind stets ungeteilt und mehr oder weniger gestielt. Nebenblätter fehlen.

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen:
einige wichtige Merkmale sind nicht beschrieben
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charakteristisch sind die Blütenstände: die Blüten sind meist von gelben bis grünen, flach ausgebreiteten Hochblättern umgeben. Nur selten stehen die Blüten einzeln. Der Kelch besteht aus vier, selten fünf Kelchblättern, die gelb, grün oder auch rötlich braun sein können. Die Blüten haben keine Kronblätter. Staubblätter gibt es vier oder acht, selten auch zehn. Hochblätter, Kelchblätter, Staubblätter und Fruchtblätter stehen mehr oder weniger alle auf einer Ebene.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chrysosplenium-Arten gedeihen in den gemäßigten bis arktischen Gebieten der Nordhalbkugel. Ein Teil der Arten, wie z. B. auch die beiden mitteleuropäischen Arten, wächst an nassen Stellen neben Bächen oder an Felsen in Gebirgsschluchten. Viele Arten wachsen aber auch an trockeneren Stellen in Felsspalten oder auf Schotterhängen.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wissenschaftliche Gattungsname Chrysosplenium leitet sich aus den griechischen Wörtern χρῡσός =chrysos für Gold, wegen der kräftig gelb gefärbten Hochblätter, und σπλήν =splen für Milz, wegen der milzähnlichen Laubblätter, ab. Der Name wurde erstmals von Tabernaemontanus (1591) verwendet [1]. Wie aus der Signaturenlehre hervorgeht, wurde im Mittelalter die Pflanze gegen Erkrankungen der Milz eingesetzt. Daher stammt auch der deutsche Trivialname Milzkräuter.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gattungsname Chrysosplenium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 398 [2] erstveröffentlicht. Als Lectotypus wurde 1905 Chrysosplenium oppositifolium L. festgelegt.

Die 57 bis 65 Arten kommen in Europa (2 Arten), Asien, Amerika und Afrika vor. Die meisten Milzkraut-Arten findet man in Ostasien. In China wachsen etwa 35 Arten, davon 20 nur dort. Zehn Arten kommen in Japan vor. Nur zwei Arten sind im südlichen Südamerika beheimatet.

Die Gattung Chrysosplenium enthält 57 bis 65 Arten (Auswahl):

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pan Jintang, Hideaki Ohba: Saxifragaceae in der Flora of China, Volume 8: Chrysosplenium, S. 346 - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Vorkommen)
  • Douglas E. Soltis, Miyuki Tago-Nakazawa, Qiu-Yun Xiang, Shoichi Kawano, Jin Murata, Michio Wakabayashi, Carola Hibsch-Jetter: Phylogenetic relationships and evolution in Chrysosplenium (Saxifragaceae) based on matK sequence data. In: American Journal of Botany, Volume 88, 2001, S. 883-893: Online. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Vorkommen)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV, Teil 2A. 2.Auflage. Carl Hanser Verlag, München, 1961.
  2. Carl von Linné: Species Plantarum, 1, 1753, S. 398 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai Pan Jintang, Hideaki Ohba: Saxifragaceae in der Flora of China, Volume 8: Chrysosplenium, S. 346 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  4. a b c Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 Resedaceae to Platanaceae. Helsinki 1999, ISBN 951-9108-12-2, S. 218-220.
  5. a b c d e f Craig C. Freeman, Nicholas D. Levsen: Chrysosplenium Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America, Volume 8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]