Monika Ehrhardt

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Monika Ehrhardt mit ihrer Tochter Klara Johanna und Ehemann Reinhard Lakomy (1987)

Monika Ehrhardt Lakomy (* Monika Ehrhardt, 18. September 1947 in Oßmannstedt) ist eine deutsche Schriftstellerin und Texterin, die gemeinsam mit ihrem Mann, dem Komponisten Reinhard Lakomy, eine Reihe von Hörspielen und Hörspielmusicals produzierte. Zu den bekanntesten Werken des Paares gehören Produktionen in der Deutschen Demokratischen Republik aus den 1980er Jahren wie Der Traumzauberbaum. Monika Ehrhardt lebt in Berlin-Blankenburg und arbeitet als Schriftstellerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monika Ehrhardt erlernte während der Abiturzeit 1962 bis 1964 den Maurerberuf, entschied sich dann für den Beruf der Tänzerin und absolvierte von 1964 bis 1969 ein klassisches Bühnentanz-Studium an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Als Tänzerin arbeitete sie von 1969 bis 1981, während sie parallel ein Fernstudium der Kulturwissenschaft absolvierte und als Schriftstellerin und Texterin aktiv war.

Monika Ehrhardt und Reinhard Lakomy (1987)

1977 heiratete Monika Ehrhardt den Musiker Reinhard Lakomy, arbeitete jedoch weiterhin unter ihrem Geburtsnamen. 1978 erschienen ihre ersten Veröffentlichungen von Texten, im selben Jahr produzierte sie ihr erstes Theaterstück in Ost-Berlin. Von 1978 bis 1991 produzierte sie gemeinsam mit ihrem Mann, der die Musik komponierte, sämtliche Kinderrevuen im Friedrichstadtpalast Berlin, außerdem zahlreiche Stücke für Musiktheater und Fernsehproduktionen. 1980 produzierten beide gemeinsam mit dem Hörspielmusical Der Traumzauberbaum ihren bis heute größten Erfolg. 1981 wurde sie in den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen. Ihre Tochter Klara Johanna Lakomy brachte sie 1984 zur Welt. 1986 wurde sie als Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung Berlin gewählt.

Auch nach der Auflösung der DDR arbeitete Monika Ehrhardt als Schriftstellerin und produzierte weiterhin gemeinsam mit ihrem Mann Hörspielmusicals für Kinder. Von 1990 bis 1992 konzipierte sie mehrere Fernsehsendungen und war Drehbuchautorin von drei Filmen aus der Serie Die Gespenster von Flatterfels. 1991 wurde sie Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und war von 2000 bis 2014 stellvertretende Vorsitzende des VS Berlin. 2001 wurde sie zudem Vizepräsidentin des Delphischen Rates Deutschlands und 2002 in das internationale Präsidium für den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen mit Sitz in Nikosia, Zypern, berufen. Seit 2003 ist sie Präsidentin des Nationalen Delphischen Rates Deutschland. 2019 initiierte und organisierte sie auf Kuba in Zusammenarbeit mit der UNEAC unter dem Motto Juntos-arte-gemeinsam ein bilaterales Künstlertreffen in Havanna anlässlich des 500. Geburtstages der Stadt.

Seit 1992 inszeniert sie Schulaufführungen mit ca. 450 Kindern in Zusammenarbeit mit der ganzen Schule. Sie dienen in besonderer Weise der Förderung des Gemeinsinns und der Poesie in Wort und Musik.

Seit dem Tod ihres Ehemannes (2013) führt sie das Reinhard-Lakomy-Ensemble weiter, 2015 gründete sie die gemeinnützige Traumzauberbaum GmbH, 2016 den Lacky Musikverlag (u. a. erschienen 2019 "Zwischen der Stille" und "Jazztronics" unveröffentlichte Electronic, Die 6-Uhr-13-Bahn als Neuauflage), 2017 die GmbH Traumzauberbaum, 2021 den Traumzauberbaum-Verlag. Seit 2015 arbeitet sie zusammen mit der Leipziger Agentur Dake-Prinzip.

Ehrungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langspielplatten / CDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
Der Traumzauberbaum
(mit Reinhard Lakomy)
  DE 90 
Platin (Kids-Award)
Platin (Kids-Award)
18.09.2020 (1 Wo.)

Musikhörspiele für Kinder, bei Europa Family / SONY Music

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979 Erste Kinderrevue, alter Friedrichstadtpalast Berlin (Ferdinand wird Vater)
  • 1984 Eröffnung des neuen Friedrichstadtpalast Berlin mit Teil 1 der Märchentrilogie
  • bis 1991 Der Wasserkristall, Der Regenbogen, Die Sonne
  • diverse Arbeiten für andere Theater, u. a.
  • Palast der Republik Der Traumzauberbaum, Lackys Zauberliedchen, Das Glückswunder
  • Städtebundtheater Halberstadt Der Wasserkristall, Der Regenbogen
  • Gießen und Wiesbaden Das blaue Ypsilon (Auftragswerk des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst)
  • Planetarium Jena Unendlichen eins (Auftragswerk der Ernst-Abbe-Stiftung)
  • Landesbühnen Sachsen (Der Regenbogen, Die Sonne)

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Mittagsfee (1982)
  • Der Traumzauberbaum (1986)
  • Mimmellitt, das Stadtkaninchen (1988)

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980: Ferdinand wird 80 (1980)
  • 1982–1983: Rockmusik zum Anfassen, 6 Folgen (1982 /83)
  • 1983: Kling-Klang (1983)
  • 1991: eene meene mopel, Bibelgeschichten (1991)
  • 1991: eene meene mopel, Sprinter, 6 Folgen (1991)
  • 1991: eene meene motel, 6 Lügengeschichten (1991)
  • 1991: Ellentie (1991)
  • 1993: Die Gespenster von Flatterfels
  • 1998: Die Weihnachtsmaus (1998)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE