Moritz Rathenau

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Moritz Rathenau, eigentlich Moses Rathenau (* 19. Mai 1800 in Prenzlau; † 14. Juni 1871 in Berlin), war ein deutsch-jüdischer Unternehmer. Er war der Vater von Emil Rathenau, des Begründers der AEG, und Großvater Walther Rathenaus. Die Sozialarbeiterin Jenny Apolant war die Tochter seines Sohnes Albert.

1825 machte sich Moses Rathenau in Berlin als Getreidehändler selbständig. 1836 heiratete er Pauline Liebermann[1] (eigentlich Therese, genannt Teibchen), deren Vater Josef Liebermann als erster in Preußen Baumwollstoffe mechanisch herstellte (und damit das englische Monopol durchbrach) und der die Wilhelmshütte in Sprottau in Niederschlesien besaß und Landmaschinen nach englischem Muster baute. Moritz Rathenaus Sohn Emil Rathenau machte später in Sprottau eine viereinhalbjährige Lehre als Maschinenbauer.

1841 trat Moritz Rathenau der Gesellschaft der Freunde bei, einem jüdischen Verein in Berlin, dessen Mitglieder sich in den Fällen von Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Tod gegenseitig unterstützten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst G. Lowenthal: Juden in Preussen: biographisches Verzeichnis. Ein repräsentativer Querschnitt. - Berlin: Reimer, 1981

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Moses Rathenau in. Die Judenbürgerbücher der Stadt Berlin 1809 - 1851; Hrsg. Jacob Jacobson. Berlin: de Gruyter, 1962, S. 203, Nr. 962