Muck Petzet

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Muck Petzet (* 1964 in München) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.

Der von Muck Petzet kuratierte Deutsche Pavillon während der 13. Internationalen Architekturbiennale in Venedig 2012.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muck Petzet wurde 1964 als Sohn des Kunsthistorikers und Denkmalpflegers Michael Petzet in München geboren.[1] Nach Beginn eines Philosophiestudiums an der LMU München, studierte Petzet Architektur an der Technischen Universität München und der Hochschule der Künste in Berlin, ehe er seine berufliche Laufbahn in Basel bei Herzog & de Meuron startete. Seit 1993 arbeitete er selbstständig in wechselnden Partnerschaften mit Josef Peter Meier-Scupin und Andreas Ferstl in München. 2015 eröffnete er eine Zweigstelle in Berlin.[2]

2012 übernahm Petzet das Generalkommissat des Deutschen Pavillon auf der 13. Internationalen Architekturbiennale in Venedig. Der Ausstellungsbeitrag, um die großflächigen Fotografien der Niederländerin Erica Overmeer herum von Konstantin Grcic gestaltet, beschäftigte sich mit bestehenden Architekturen als materielle, inhaltliche und formale Ressource.[3]

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petzet war als Lecturer und Gastkritiker Gast an zahlreichen Architekturschulen. Nach einem Lehrauftrag an der Universität Liechtenstein (2004/05), hatte er im Wintersemester 2012/13 eine Gastprofessur an der Technischen Universität in München inne, seit 2014 ist er Professor für Sustainable Design an der Accademia di architettura Mendrisio.[4]

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Mitglied der Architektengemeinschaft „msp Architekten“:

  • 1995: Anbau Sammlung Goetz, München[5]
  • 1996: 2. Preis Herz Jesu Kirche, München[6]
  • 1996–1999: Wohnhaus, München
  • 1997: 2. Preis Friedhof Riem, München
  • 1997–2002: am Georgenbach, München
  • 1999–2000: Mieterzentrum, Leinefelde
  • 1998–2003: Sanierung St. Joachim
  • 1996–2001: Rehabilitation Physikerquartier, Leinefelde
  • 2000–2002: Sanierung Kellerstraße, München
  • 2002: Wohngebäude Steinstraße, München
  • 2003: Goggelsbrücke, Augsburg
  • 2003: Umwandlung einer Post-Schaltzentrale in einen Wohnungsbau, München

Muck Petzet und Partner:

  • 2007: Muck Petzet Architekten: Lausitztower, Hoyerswerda
  • 2011: Muck Petzet und Partner Architekten: Alte Mensa – Rückführung des Verpflegungszentrums für die Sportler der Olympischen Sommerspiele 1972 in seinen idealisierten Originalzustand, München
  • 2011: Muck Petzet und Partner Architekten: Atmosphärische Umgestaltung Foyergebäude Bavaria Film, München
  • 2016: Brandlhuber+ Muck Petzet: Östliches Bauteil Tacheles-Areal[7]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: BDA-Preis Bayern für Wohnhaus, München
  • 1999: Deutscher Bauherrenpreis, Modernisierung (Physikerquartier)
  • 2001: Deutscher Architekturpreis, Auszeichnung (Physikerquartier)
  • 2002: Deutscher Bauherrenpreis, Modernisierung (Mieterzentrum Leinefelde)
  • 2003: Deutscher Städtebaupreis, zusammen mit der Stadt Leinefelde (Physikerquartier)
  • 2004: Europäischer Städtebaupreis, zusammen mit der Stadt Leinefelde (Physikerquartier)
  • 2004: Bayerischer Bauherrenpreis (Steinstraße)[8]
  • 2006: Thüringer Baukulturpreis (Physikerquartier)
  • 2007: Deutscher Bauherrenpreis, Modernisierung (Lausitztower)[9]
  • 2009: Nationaler Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur (Physikerquartier)
  • 2013: Sächsischer Staatspreis für Baukultur, Anerkennung (Lausitztower)[10]
  • 2014: Bayerischer Denkmalpflegepreis, Auszeichnung Silber (Alte Mensa)[11]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Muck Petzet, Florian Heilmeyer (Hrsg.): Reduce/Reuse/Recycle. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, Berlin, 2012, ISBN 978-3-7757-3424-0
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 11 – Physikerquartier, Leinefelde. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2004.
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 65 – "Alte Mensa" Gemeinschaftszentrum des Studentenviertels im Olypmischen Dorf, München. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Redaktion: Gemeinsamer Boden für Architektur/Architekten und Gesellschaft | Bamberger Onlinezeitung. Abgerufen am 13. August 2016.
  2. Projekte. In: www.muck-petzet.com. Abgerufen am 12. August 2016.
  3. Reduce/Reuse/Recycle. Ressource Architektur. In: www.reduce-reuse-recycle.de. Abgerufen am 12. August 2016.
  4. Petzet, Muck. In: Università della Svizzera italiana. Abgerufen am 13. August 2016 (italienisch).
  5. Sammlung Goetz in Zusammenarbeit mit Herzog & de Meuron. Abgerufen am 19. September 2019.
  6. Projekte. Abgerufen am 18. Juli 2020.
  7. Drei Berliner Architektenbüros sind an der Planung des Areals am Tacheles beteiligt : pwr development Berlin. In: www.pwrdevelopment.com. Abgerufen am 12. September 2016.
  8. pm-06/008RegOb Internet Startseite. In: www.regierung.oberbayern.bayern.de. Abgerufen am 13. August 2016.
  9. BauNetz Media GmbH: Arbeitsgruppe Kooperation - Deutscher Bauherrenpreis Modernisierung entschieden. 1. November 2007, abgerufen am 13. August 2016.
  10. BauNetz Media GmbH: Elegante Mehrzweckhalle - Staatspreis für Sächsische Baukultur 2013. 4. Oktober 2013, abgerufen am 13. August 2016.
  11. Bayerische Ingenieurekammer-Bau: Bayerische Ingenieurekammer-Bau. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.bayika.de. Archiviert vom Original am 10. September 2016; abgerufen am 13. August 2016.