Muereasca

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Muereasca
Wappen von Muereasca
Muereasca (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Walachei
Kreis: Vâlcea
Koordinaten: 45° 11′ N, 24° 19′ OKoordinaten: 45° 11′ 11″ N, 24° 19′ 12″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 320 m
Fläche: 41,06 km²
Einwohner: 2.467 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 247405
Telefonvorwahl: (+40) 02 50
Kfz-Kennzeichen: VL
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Muereasca, Andreiești, Frâncești-Coasta, Găvănești, Hotarele, Muereasca de Sus, Pripoara, Șuta
Bürgermeister: Ion Ungureanu (USL)
Postanschrift: Loc. Muereasca, jud. Vâlcea, RO–247405
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 6. Januar, „Alegerea de june“ (Junggesellen Wahl)

Muereasca ist eine Gemeinde im Kreis Vâlcea in der Walachei in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Muereasca im Kreis Vâlcea

Die Gemeinde Muereasca, mit einer Gesamtfläche von 4106 Hektar, liegt im Nordosten der historischen Region Kleine Walachei im Süden des Căpățână-Gebirges. Am gleichnamigen Bach – ein rechter Zufluss des Olt (Alt) – und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 658, befindet sich der Ort Muereasca sechs Kilometer (Luftlinie) östlich von der Kleinstadt Băile Olănești; die Kreishauptstadt Râmnicu Vâlcea liegt etwa 18 Kilometer südöstlich von Muereasca entfernt.

Die Europastraße 81 verläuft etwa vier Kilometer östlich von Muereasca.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Muereasca wurde erstmals 1710, als zwei Mönche (Ilarion und Ștefan) sich auf dem Areal der Gemeinde – dem heute eingemeindeten Weiler Andreiești – ansiedelten, urkundlich erwähnt. 1727 wurde hier die alte Steinkirche (Nașterea Sfîntului Ioan Botezătorul)[2] errichtet, welche heute die Friedhofskirche des Klosters Frăsinei ist, in welcher nur bei Beerdigungen und am 24. Juni jährlich – am Einweihungstag – Gottesdienste abgehalten werden.[3]

Der Name des Ortes Muereasca wurde wahrscheinlich von der rumänischen Bezeichnung muiere (deutsch „Frau mit schlechtem Benehmen“) abgeleitet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 wurden in der Gemeinde Muereasca 2702 Menschen registriert. 2685 davon waren Rumänen, zehn waren Roma, drei waren Magyaren, zwei waren Ukrainer und zwei Menschen wurden einer anderen Ethnie zugeordnet.[4] Bei der Volkszählung 2011 wurden in der Gemeinde 2467 Menschen gezählt.

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Land- und Forstwirtschaft, die Viehzucht und der Obstbau.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das orthodoxe Kloster Frăsinei()[3] im eingemeindeten Dorf Andreiești, wurde in seiner heutigen Form, Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet und steht unter Denkmalschutz.[5] Am 12. Mai 1863 wurde das Kloster der Mariä Himmelfahrt (Adormirea Maicii Domnului) geweiht. Im rumänischen Fürstentum, war das Kloster Frăsinei das einzige Kloster Rumäniens welches nicht säkularisiert wurde.[3] Durch den koinobitischen Lebensstil der Mönche und dem Verbot des Zutritts der Frauen ins Kloster, ist dies einzigartig in Rumänien. Das Kloster Frăsinei wird auch als das rumänische Athos bezeichnet.[6] Etwa zwei Kilometer unterhalb des Klosters befindet sich eine neuere Kirche und Unterkünfte mit kostenloser Verpflegung und Übernachtung für pilgernde Frauen. Ein Schild mit dem Hinweis auf das Zutrittsverbot der Frauen zum Kloster Frăsinei, ist hier am Wegrand zu sehen. Der originale Stein mit dem Hinweis auf das Zutrittsverbot in kyrillischer Aufschrift, befindet sich heute in der Gedenkstätte des Hl. Calinic, dem Gründer des Klosters.[7] Die Bezeichnung Frăsinei bezieht sich auf den Eschenwald (rumänisch Frasin) in der Nähe des Klosters.[8] Die Zufahrt zum Kloster ist zum Teil ein steil- und sehr steiniger Weg und bei stärkeren Regenfällen kommt es immer wieder zu Erdrutschen in der Region.
  • Die Kirche Sf. Nicolae in Muereasca,[9] 1782 errichtet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Die Kirche Sf. Ioan Botezătorul” (1762–1763 errichtet)[10] und die Kirche Adormirea Maicii Domnului” (1860–1863 errichtet)[11] im eingemeindeten Dorf Șuta, stehen unter Denkmalschutz.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Muereasca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Bild der Kirche auf der Webdarstellung des Klosters Frăsinei (Memento des Originals vom 16. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frasinei.ro
  3. a b c Webdarstellung des Klosters Frăsinei (Memento des Originals vom 9. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frasinei.ro
  4. Muereasca bei der Volkszählung 2002 bei www.edrc.ro
  5. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  6. Marius Vasileanu: Pilger im rumänischen Athos, bei Ziarul de Duminică, am 18. November 2011 abgerufen am 21. Februar 2013 (rumänisch)
  7. Teodor Danalache: Ávaton von Frăsinei. Warum ist es den Frauen ins Kloster von Frăsinei nicht erlaubt? bei crestinortodox.ro, am 30. Juli 2009
  8. Das Kloster Frăsinei bei biserici.org abgerufen am 24. Februar 2013 (rumänisch)
  9. Die Kirche in Muereasca bei biserici.org abgerufen am 21. Februar 2013 (rumänisch)
  10. Die alte Kirche in Șuta bei biserici.org abgerufen am 24. Februar 2013 (rumänisch)
  11. Die neue Kirche in Șuta bei biserici.org abgerufen am 24. Februar 2013 (rumänisch)