Music Store

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Music Store
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Rechtsform GmbH
Gründung 1972
Sitz Köln
Leitung Michael Sauer Geschäftsführer
Mitarbeiter ≥ 315 (2010)
Umsatz ca. 100 Mio. Euro (2010)
Branche Fachhandel für Musikinstrumente, Online-Versandhandel
Website www.musicstore.de

Firmenzentrale in Köln-Kalk am Kalkberg.

Music Store ist ein Fachgeschäft für Musikinstrumente, Musiker-Zubehör, Bühnen-, Tonstudio und DJ-Equipment. Der Firmensitz befindet sich im Industriegebiet von Köln-Kalk. Es ist auf den Bedarf von Bandmusikern und der modernen Musikproduktion spezialisiert.

Der Schwerpunkt des Warensortiments liegt hauptsächlich im Bereich der Band-Instrumente. Ergänzt wird dieser Fokus auf den Bedarf von Pop- und Rockmusikern durch eine Palette an akustischen Saiten- und Blasinstrumenten sowie Musikinstrumenten für den Schulbedarf.

Das Wachstum des Geschäftes machte einen großflächigen Neubau in Köln notwendig, der im Mai 2011 bezogen wurde.

Eigenmarken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele für Jack&Danny Saiteninstrumente

Der Music Store entwickelt und fertigt auch eigene Produkte. Hierzu zählen:

  • Fame (E-Gitarren, E-Bässe, Amps, Effektgeräte, Audioequipment, Schlagzeug)
  • Jack&Danny (E-Gitarren, E-Bässe)
  • Almeria (Akustik-Gitarren)
  • Wersi (Tasteninstrumente)
  • Medeli (Tasteninstrumente)
  • Crash (Schlagzeug)
  • MS acoustics (Akustikmodule und Studioplanung)
  • Lightmaxx (Lichttechnik-Produkte)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960–1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Unternehmens begann in den 1960er Jahren. Der damalige Geschäftsführer Arthur Sauer baute ein Vertriebsnetz für Farfisa auf. Das Farfisa-Modell Orgel Compact war weltweit erfolgreich.

1970–1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Heimorgel-Boom der 1970er Jahre wurde die Position der Marke Farfisa gefestigt und weiter ausgebaut. Michael Sauer, Sohn von Arthur Sauer, wurde Geschäftsführer bei Farfisa. 1972 kam es zur Gründung des Music Store Köln. Parallel wurden weitere Ladenlokale in Gummersbach, Neumünster, Heide und Husum eröffnet. Die als zweites Standbein gedachte Ladenkette war jedoch aufgrund zu kleiner und unrentabler Ladenlokale ein Misserfolg: Bis auf die Filiale in Gummersbach wurden alle Filialen wieder geschlossen. Im Jahr 1973 sorgte eine von Music Store geschaltete Anzeigenwerbung für kontroverse Diskussionen und Widerstand von Frauenvereinigungen. Das Motiv zeigt einen unbekleideten Frauenrücken vor einer Farfisa Orgel. In Verbindung mit der zugehörigen Werbebotschaft „Eine Farfisa-Orgel ist wie eine schöne Frau: geschmackvoll und sensibel“ sorgte der dadurch entstandene Medienwirbel für eine Verstärkung des Werbeerfolgs. Der Umsatz des Unternehmens erreichte annähernd 40 Mio. DM.

1980–1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japanische Orgelhersteller drängten in den Markt, wodurch die Marke Farfisa Umsatzeinbußen erlitt. Zeitgleich erfolgte ein Umzug des Music Store von der Bonner Straße (Kölner Südstadt) in das Kölner Stadtzentrum. Durch die verbesserte Nahverkehrsanbindung und Parkmöglichkeiten gewann der Music Store an Popularität. 1983 wurde Farfisa verkauft und verließ das in Sauers Besitz befindliche Gebäude in Overath. Michael Sauer verlor seine Tätigkeit als Vertriebsleiter. Er übernahm die geschäftliche Leitung des Music Store. Es kam zur Überlegung, den Music Store in das nun leerstehende 3.500 m² große Gebäude zu verlegen. Die zentrale Lage in Köln bewirkte jedoch, dass dagegen entschieden und das Gebäude in Overath nur als Lager genutzt wurde. Ab Ende der 80er Jahre wurden weitere Geschäftslokale und ein Parkhaus am Standort in der Großen Budengasse von Music Store übernommen, um die Ladenfläche zu vergrößern. 1992 erfolgte die Gründung der Music Store Rock School, an der bis heute Bandcoaching und die Ausbildung an Band-Instrumenten stattfindet.

1996–2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einrichtung eines Zentrallagers am Kölner Rheinauhafen ermöglichte einen schnelleren Versand. 1997 wurde der Music Store 25 Jahre alt. Mit 4.000 m² Grundfläche zählt er auch heute noch zu den drei größten Geschäften Deutschlands. Kurz darauf wurde die Grundfläche nochmals durch den Bezug des umgebauten Parkhauses „Hohe Straße“ vergrößert. Im Jahr 2001 wurden Gebäude im Kölner Rheinauhafen abgerissen. Das gesamte Lager musste binnen kürzester Zeit umziehen. Das ehemalige Farfisa-Gebäude in Obersteeg stand zur Verfügung und fungierte ersatzweise als Lager. 2003 erfolgte ein weiterer Umzug des Lagers: der Hauptteil der Ware wird nun im neuen und moderner ausgestatteten Gebäude am Großmarkt Köln gelagert und von dort versendet. Auch der Laden expandierte: 2004 wurden zusätzliche Testräume für den Gitarrenbereich fertiggestellt. 2005 wurde abermals das Lager vergrößert und neue Räume für ein Call-Center fertiggestellt und bezogen.

2010–2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Orgelhersteller Wersi ging in Insolvenz. Music Store erwarb die Marken- und Schutzrechte von der Firma Wersi. Während die Orgelentwicklung, die Produktion und der Service von der Firma WERSI-Studio Hochrhein in Hohentengen durchgeführt wird, werden Keyboards zusammen mit dem chinesischen Lieferanten Medeli produziert.

Der Music Store verstärkt seine Präsenz in den digitalen und Online-Medien durch die Produktion von Video-Inhalten und einen Neustart des Music Store Newsblog. Das Wachstum bewirkt die Entscheidung, ein erheblich größeres Gebäude zu beziehen, um Logistik, Verkauf und Verwaltung unter einem Dach zu haben. Am 16. Mai 2011 wurde die neue Firmenzentrale an der Istanbulstraße eröffnet. Mit einer Gesamtfläche von 40.000 m² und einer Geschossfläche von 25.000 m² ist hier nun genügend Raum für künftige Entwicklungen vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Music Store – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 56′ 45″ N, 6° 59′ 54″ O