WERSI

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Gehört zur MUSIC STORE professional GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1969
Sitz Köln
Leitung Michael Sauer
Branche Musikinstrumente
Website www.wersi.de
Wersi Sonic OAX1000 (ab 2015)

WERSI ist ein deutscher Hersteller elektronischer Orgeln.

Die 1969 in Simmern/Hunsrück gegründete Firma WERSI-electronic bot die damaligen analogen Orgelmodelle auch als Bausatz an, was ein großer Teil der Kundschaft bevorzugte. 2010 übernahm die Firma Music Store in Köln die Marke, Vertrieb und Entwicklung der heute computergesteuerten Orgeln. Der Produktionsstandort ist das eigenständige Unternehmen WERSI-Studio Hochrhein in Hohentengen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründer waren die Brüder Wilhelm-Erich und Reinhard Franz aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Name WERSI setzt sich aus den Anfangsbuchstaben deren Geburtsortes Werlau und denen der Kreisstadt Simmern zusammen.

Die große Anzahl der elektronischen und mechanischen Bauteile erforderte seinerzeit umfangreiche Handarbeit, sodass die fabrikgefertigten Produkte für die meisten Musiker unerschwinglich waren. Durch den Selbstbau, dessen Idee von der damaligen Konkurrenzfirma Dr. Böhm übernommen worden war, wurden größere E-Orgeln von WERSI erstmals für viele Bands und Hobbymusiker interessant. Darüber hinaus bot der Bau einer WERSI-Orgel so manchem Bastler die Möglichkeit, ein Zusatzeinkommen zu erwerben.

Da die Technik zunehmend komplexer und durch Miniaturisierung elektronischer Bauteile eine automatisierte Platinenbestückung erforderlich wurde, gab es später nur noch einsatzbereite bzw. spielfertige Orgeln zu kaufen.

Nach einer Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2010 erwarb Music Store in Köln die Markenrechte und führt seitdem die Entwicklung und den Vertrieb durch. Der ehemalige Standort in Halsenbach wurde komplett aufgeben.   

Das Wersi-Studio Hochrhein in Hohentengen führte die Produktion der Orgeln der OAS-Serien fort und übernahm ab 2015 auch die Produktion deren Nachfolger, der OAX-Serie.

Modellreihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältere Instrumente der OAS-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten von WERSI in Halsenbach hergestellten Orgeln waren die Modelle der OAS-Serie (OpenArt-Systems) mit den Bezeichnungen Apollo, Abacus, Ikarus, Xenios, Verona, Scala, Louvre, Gigapiano und Expander. Die Tonerzeugung erfolgt bei diesen mittels verschiedener Methoden wie Sampling, Wavetable, Drawbars (OX7), Analog, FM, VST-Host für bis zu vier Instrumente, Video und MP3, voll digital, wodurch die jeweiligen Stärken der Klangerzeugung gleichzeitig zum Tragen kommen. Eingebaut sind weiterhin ein digitales Mehrkanal-Mischpult, ein Equalizer, ein Effektgeräte sowie Klangfarben von Fremdherstellern.

Aktuelle Instrumente der OAX-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neueste Modellreihe ist die OAX-Serie (OpenArtXtended) mit dem Keyboard OAX1, den zweimanualigen Orgelmodellen OAX500, OAX600, OAX700, OAX800 und der dreimanualigen PERGAMON OAX1000.

Das OAX-Konzept mit Soft- und Hardware wurde von Music Store in Köln entwickelt. Das OAX-Betriebssystem wird ständig weiterentwickelt und den Kunden dann als Software-Updates zur Verfügung gestellt.

Das WERSI-Studio Hochrhein hat die Gehäuseentwicklung und die Produktion übernommen.

Im Vergleich zum OAS-System wurde bei der OAX-Serie das Gehäusedesign nur moderat angepasst. Die eingesetzte Technik ist aber grundlegend geändert worden.

Bestimmte Vorgängermodelle der OAS-Serie (u. a. Verona, Scala, Louvre) können per Hardware-Update auf das neue OAX-System umgerüstet werden.

Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wersi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Armgard Seegers: Firma Wersi fertigt elektronische Orgeln; In:Südkurier, 24. Oktober 2015. Abgerufen am 15. November 2015.