NSB Di 8

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NSB Di 8 / CN Di 8
Di 8 in Nässjö
Di 8 in Nässjö
Nummerierung: 701–720
Anzahl: 20
Hersteller: Siemens Fahrzeugtechnik
Baujahr(e): 1996 und 1997
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 17.380 mm
Höhe: 4,385 mm
Breite: 3.000 mm
Drehzapfenabstand: 9.050 mm
Drehgestellachsstand: 2.400 mm
Gesamtradstand: 11.350 mm
Reibungsmasse: 82 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Installierte Leistung: 2135 PS / 1570 kW
Treibraddurchmesser: 1.020 mm
Motorbauart: Dieselmotor: Caterpillar 3516 DITA
Leistungsübertragung: dieselelektrisch
Tankinhalt: 3.500 l
Zugbeeinflussung: NSB

Die Baureihe Di 8 sind dieselelektrische Lokomotiven für die Beförderung von Güterzügen auf nichtelektrifizierten Strecken. Norges Statsbaner (NSB) beschaffte die Lokomotiven für leichte Güterzüge und für den Rangierdienst, setzte sie jedoch hauptsächlich auf der Nordlandbahn ein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das in den 1990er Jahren entwickelte Bedienungskonzept für den regionalen Güterverkehr der NSB wurden streckentauglichen Dieselloks benötigt. Nach einer Mietphase mit mehreren DE 6400 aus den Niederlanden und T 44 aus Schweden begann 1996 die Lieferung von 20 aus der DE 6400 und MaK DE 1002 weiterentwickelten Lokomotiven.[1]

Die 20 Di 8 wurden 1996 und 1997 von Siemens Fahrzeugtechnik gebaut und mit den laufenden Nummern 701 bis 720 im norwegischen Nummernsystem eingereiht. Durch die Verwendung für schwere Güterzüge sind die Lokomotiven sehr schadanfällig. Ursprünglich hatten die Lokomotiven eine gelbe Farbgebung mit rotem Führerhaus. Durch den Mittelführerstand ist die Lok gut für Rangierarbeiten geeignet.

CargoNet Di 8[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 gaben die Norwegischen Staatsbahnen die gesamte Serie an CargoNet ab, die die Lokomotiven zusätzlich in Schweden einsetzt. Ein Teil der Lokomotiven erhielt zwischenzeitlich die graue Lackierung von CargoNet.

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die für den Einsatz auf der Nordlandbahn unterdimensionierten und störanfälligen Lokomotiven suchte CargoNet Ersatz. 2005 wurden sie auf der Strecke durch sechs gemietete CD 66 ersetzt, die die Di 8 in leichtere Dienste verdrängte.

2010 wurden weitere sechs Lokomotiven des Typs Vossloh Euro 4000 von Beacon Rail Leasing angemietet, so dass überzählige Di 8 vorhanden waren, die zum Verkauf standen.

Am 4. April 2011 brach bei der Di 8 714 bei Kløfta ein Brand aus. Die Lok beförderte einen Güterzug mit Flugbenzin zum Flughafen Oslo-Gardermoen in Gardermoen. Der Brand begann in einem Elektroschrank, nachdem eine Dieselpumpe undicht wurde. Der Schaden an der Lok war so groß, dass sie verschrottet werden musste.[2] Die endgültige Verschrottung erfolgte am 10. Juli 2013.

Im Oktober 2011 erhielt GB Railfreight den Zuschlag für den Betrieb einer Industriebahn im Zusammenhang mit dem Kauf und der Wiedereröffnung der Teesside Steelworks in Redcar in Großbritannien durch Sahaviriya Steel Industries. Die Gesellschaft war auf der Suche nach Lokomotiven für die interne Beförderung der Wagen mit flüssigem Stahl zwischen den Hochöfen und den Stranggießanlagen. Zehn Di 8 konnten verkauft werden. Die ersten fünf Lokomotiven verließen Norwegen am 12. Dezember 2011 und kamen am 20. Dezember 2011 in England an. Der Rest erreichte England im Januar 2012. Acht dieser zehn Lokomotiven kamen in den Einsatzbestand, die beiden anderen dienen als Ersatzteilspender.[3]

Somit sind noch sieben Di 8 im Bestand, eine davon wird als Ersatzteilspender verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MaK – Di 8 für die NSB. loks-aus-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2014.
  2. Per Annar Holm: Dårlig vedlikehold kan ha ført til brann. In: Aftenposten. 2. April 2012, abgerufen am 13. Juni 2014 (norwegisch).
  3. Di 8 – CargoNet. In: På Sporet. Nr. 156, 2013, S. 57.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NSB Di 8 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien