Nate Smith (Schlagzeuger)

Ira Nathaniel „Nate“ Smith (* 14. Dezember 1974 in Chesapeake, Virginia) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug) und Filmkomponist.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Smith begann nach rudimentärem Klavierunterricht sich mit elf Jahren mit dem Schlagzeugspiel zu beschäftigen; zunächst beeinflusst von Rock- und Funk-Musik. Unter dem Eindruck eines Albums von Art Blakey and the Jazz Messengers kam er zum Jazz. Nach dem High-School-Abschluss 1992 studierte er Medienkunst und Design an der James Madison University. Mit seinem Ensemble trat er in dieser Zeit bei der Konferenz der International Association of Jazz Education in Atlanta auf. Dort lud ihn Betty Carter zu gemeinsamen Auftritten ein, u. a. im Blue Note in New York. Nach dem Collegeabschluss studierte er an der Virginia Commonwealth University. Dort begegnete er Dave Holland, der ihn 2003 in sein Quintett holte, zu hören auf den Alben Critical Mass (2005) und Pathways (2009).
Daneben betätigte sich Smith als Filmkomponist, Songwriter und Musikproduzent. Er schrieb Musik für mehrere Dokumentarfilme von The Discovery Channel und The Learning Channel; ferner arbeitete er mit R&B- und Smooth-Jazz-Musikern wie Marcus Johnson, Moifah, Jareed Arosmana und Alyson Williams. Er leitet die Produktionsfirma Water Baby Music, Inc. Für Michael Jackson war er als Autor an dem Song Heaven Can Wait (Invincible, 2001) beteiligt.[1] Im Bereich des Jazz war er zwischen 2000 und 2018 an 25 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. mit Chris Potter, Patricia Barber, Nir Felder, Monday Michiru, Alex Sipiagin, Paul Simon, José James und Walter Smith III In Common 2 (2020).[2] 2017 legte er das Album Kinfolk: Postcards from Everywhere (Ropeadope Records) vor.
Seit 2018 ist Smith fester Bestandteil von The Fearless Flyers, die aus einem Projekt der Funkband Vulfpeck hervorgegangen sind.[3]
2025 erschien sein Album Live-Action. Es wurde bei den Grammy Awards als bestes Alternative-Jazz-Album ausgezeichnet. Für das darauf enthaltene Stück Big Fish, das er zusammen mit dem Frauenquartett Säje aufgenommen hatte, erhielten sie gemeinsam eine Auszeichnung für das Arrangement.
Beim Festival International de Jazz de Montréal 2025 trat Smith zusammen mit Sängerin Lalah Hathaway, Pianist James Francies und Bassist Derrick Hodge am 30. Juni 2025 im Théâtre Jean-Duceppe auf.[4] Zudem fand eine Drum-Masterclass mit ihm im Rahmen des Festivals statt.[5]
Diskographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Workday, Waterbaby Music Vol. 1 (Waterbaby Music, 2008)
- Kinfolk: Postcards from Everywhere (Ropeadope, 2017)
- Pocket Change (Waterbaby Music, 2018)
- Light and Shadow (Waterbaby Music, 2020)
- Kinfolk 2: See the Birds (Edition Records, 2021)
- Live-Action (Waterbaby Music, 2025)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nate Smith in der Grammy-Datenbank (englisch)
- Nate Smith bei Discogs
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nate Smith - DRUMMERWORLD. Abgerufen am 20. April 2024.
- ↑ Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 17. Mai 2015)
- ↑ Andrew O'Brien: How The Fearless Flyers Found Creativity In Specificity [Interview]. 26. Februar 2024, abgerufen am 9. April 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Nate Smith in Montreal. In: Webseite von Medici.tv. Abgerufen am 15. März 2026 (englisch).
- ↑ Festival International de Jazz de Montréal: Drum Masterclass avec Nate Smith | L'Académie | Montréal Jazz Fest 2025. 22. Oktober 2025, abgerufen am 15. März 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Smith, Nate |
| ALTERNATIVNAMEN | Smith, Ira Nathaniel |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug) und Filmkomponist |
| GEBURTSDATUM | 14. Dezember 1974 |
| GEBURTSORT | Chesapeake, Virginia |