Natriummolybdat

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Strukturformel
2NatriumionMolybdation
Allgemeines
Name Natriummolybdat
Andere Namen
  • Dinatriummolybdat
  • Natrii molybdas dihydricus
Summenformel Na2MoO4
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 7631-95-0
  • 10102-40-6 (Dihydrat)
PubChem 4384450
Wikidata Q414518
Eigenschaften
Molare Masse 205,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 3,72 g·cm−3[1]
  • 2,37 g·cm−3 (Dihydrat)[2]
Schmelzpunkt
  • 687 °C[1]
  • 100 °C (Dihydrat)[2]
Löslichkeit
  • leicht in Wasser (650 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • leicht löslich in Wasser (560 g·l−1 bei 0 °C)[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

4000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriummolybdat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Molybdate, welche auch oft als Dihydrat und Decahydrat vorkommt. Es ist das Natriumsalz der Molybdänsäure.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummolybdat wurde erstmals durch Hydration synthetisiert.[4] Eine bekanntere Synthese ist das Auflösen von Molybdäntrioxid in Natronlauge bei 50–70 °C.[5] Das wasserfreie Salz wird durch Erhitzen auf mehr als 130 °C erzeugt.[6]

Auch die Herstellung durch Zusammenschmelzen von Molybdäntrioxid mit Natriumcarbonat ist möglich.[7]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummolybdat ist ein weißer geruchloser Feststoff und bildet hydratisierte, glänzende, wasserlösliche Kristalle. Mit Natriumborhydrid reduziert es Molybdän zu einer niedrigeren Oxidationsstufe.[8]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriummolybdat wird als Analytisches Reagenz auf Alkaloide[9], zum Herstellen von Pigmenten und in der Medizin als Zusatzstoff in Sondennahrungen[10] sowie zur Herstellung anderer Molybdänverbindungen verwendet. In der Landwirtschaft nutzt man große Mengen als Dünger.[11][12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Natriummolybdat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 5. Juli 2010 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Datenblatt Sodium molybdate dihydrate, ≥99.5% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Mai 2017 (PDF).
  3. Eintrag zu Natriummolybdat bei ChemBlink, abgerufen am 30. September 2012.
  4. Spitsyn, Vikt. I.; Kuleshov, I. M. Zhurnal Obshchei Khimii, 1951, 21, S. 1701–1715.
  5. E.R. Braithwaite, J. Haber: Molybdenum: An outline of its Chemistry and Uses. Elsevier Science B.V. Amsterdam 1994.
  6. Datenblatt Natriummolybdat (PDF) bei Merck, abgerufen am 6. Juli 2010.
  7. Hermann Hager, Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Band 5; ISBN 978-3-5406-2646-6, S. 283.
  8. Chi Fo Tsang and Arumugam Manthiram. Journal of Materials Chemistry, 1997, 7 (6), S. 1003–1006.
  9. Datenblatt Natriummolybdat-Dihydrat (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 25. Juni 2011.
  10. Produktinfos Fresubin
  11. W. Plant: Use of Lime and Sodium Molybdate for the Control of ‘Whiptail’ in Broccoli. In: Nature. 1950, 165, S. 533, doi:10.1038/165533b0.
  12. E. B. Davies: A Case of Molybdenum Deficiency in New Zealand. In: Nature. 1945, 165, S. 392, doi:10.1038/156392b0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]