Netzwerk Friedenskooperative

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Netzwerk Friedenskooperative / Förderverein Frieden e. V.
Logo Netzwerk Friedenskooperative / Förderverein Frieden e. V.l
Rechtsform gemeinnützig eingetragener Verein beim Amtsgericht Bonn[1]
Gründung 1989 in Bonn, Deutschland
Gründer Manfred (Mani) Stenner
Sitz Römerstr. 88, 53111 Bonn
Ursprung Deutschland
Personen Rainer Seifert (Vorsitzender), Kristian Golla (Geschäftsführer), Philipp Ingenleuf (Geschäftsführer)
Schwerpunkt Frieden Antimilitarismus Pazifismus
Motto Network of the German Peace Movement
Website http://www.friedenskooperative.de/

http://www.friedensarbeiterin.de/

Stand: 30. Juli 2019
Demonstration gegen die nukleare Teilhabe, August 2008 am Fliegerhorst Büchel
Ostermarsch München 2006

Das als eingetragener Verein geführte Netzwerk Friedenskooperative mit Sitz in Bonn ist eine Organisation innerhalb der Friedensbewegung und setzt sich für eine friedlichere und gerechtere Welt ein.[2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bonner Büro ist Informationsbüro über und für die Friedensbewegung. Es ist Ansprechpartner für alle friedenspolitisch Interessierten, Aktivisten sowie für die Presse. Das Netzwerk Friedenskooperative leistet dabei nach eigenen Angaben eine umfangreiche Informationsarbeit. Dabei unterstützt es aktiv Kampagnen und Aktionen innerhalb der Friedensbewegung, hilft bei der Mobilisierung, Koordination und Durchführung von Kampagnen. Es entscheidet dabei jedoch nicht über Aktionen, sondern hält als bundesweite Vernetzung einen Diskussions- und Informationsaustausch aufrecht und dient als Koordinierungsstelle für gemeinsame Aktivitäten verschiedener Gruppen.

Kampagnenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreute Kampagnen sind unter anderem:

Magazin FriedensForum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Netzwerk Friedenskooperative bringt 6 × jährlich das Magazin FriedensForum heraus.[7] Es liefert aktuelle Informationen über Aktionen und Kampagnen der verschiedenen Gruppen und Organisationen aus der Friedensbewegung. Neben Hintergrundinformationen, Analysen und Kommentaren gibt es in jeder Ausgabe ein Schwerpunktthema, das von der Friedensbewegung nahe stehenden Experten beleuchtet wird.

Förderverein Frieden e.V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Förderverein Frieden e.V. ist der Rechtsträger des Netzwerkes Friedenskooperative und ist als gemeinnützig eingestuft. Zweck des Vereins ist die Förderung der Friedensarbeit, der Friedenserziehung, der Völkerverständigung und der internationalen Gerechtigkeit. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus Förderbeiträgen, Abozahlungen, dem Verkauf des Magazins „FriedensForum“ und Informationsmaterialien sowie Spenden. Das Netzwerk Friedenskooperative ist unabhängig von Großspenden und wird auch nicht von Parteien unterstützt.

Kooperation für den Frieden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Netzwerk-Büro ist Kontaktadresse der „Kooperation für den Frieden“ als „Bündnis-Organisation“ mit dem Ziel längerfristiger strategischer Zusammenarbeit für Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Bewahrung der Umwelt. Die Kooperation hat mit den „Friedenspolitischen Richtlinien“ ein wichtiges Papier zur Diskussion um Perspektiven der Friedensarbeit herausgebracht und veranstaltet u. a. jährlich Strategiekonferenzen.

Veranstaltungskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein umfangreiches Informationssystem über friedenspolitische Themen, Initiativen, Veranstaltungen und Aktionen hat das Netzwerk auch im Internet aufgebaut. Der Veranstaltungskalender umfasst pro Jahr mehrere tausend Termine. Für die inhaltliche Recherche zu Themen, Fakten und Meinungen gibt es ein datenbankgestütztes System. .[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bonner Hofgarten aus Sicht der Bühne

Entstanden ist das Netzwerk aus dem Koordinierungsausschuß der Friedensbewegung, der sich am 17. Dezember 1989 zugunsten des neuen Netzwerks Friedenskooperative auflöste. Der Vorläufer des Netzwerkes Friedenskooperative war als zentrale bundesweite Planungssorganisation Ausrichter der Großdemonstrationen gegen die Stationierungspläne der NATO für Cruise Missiles und Pershing II sowie des Warschauer Pakts für SS-20/21-Atomraketen in den 1980er-Jahren.

Am bekanntesten sind die Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten 1981 (10. Oktober) mit mehr als 250.000 Menschen sowie am 10. Juni 1982 mit rund 500.000 Menschen. Weitere Großdemonstrationen folgten 1983 am Atomwaffenstützpunkt der US Armee in Hasselbach gegen die Stationierung von Cruise Missiles.

Die Friedenskooperative beschließt im Gegensatz zum Koordinierungsausschuß nicht mehr über Aktionen, sondern hält als bundesweite Vernetzung einen Diskussions- und Informationsaustausch aufrecht und dient weiterhin als Koordinierungsstelle für gemeinsame Aktivitäten verschiedener Gruppen. Neben vielen Kampagnen und Projekten wurden z. B. einige Großdemonstrationen am damaligen Regierungssitz Bonn organisiert, so die Demonstration am 26. Januar 1991 gegen den Zweiten Golfkrieg und am 14. November 1992 die Demonstration gegen Rassismus und für Erhalt des Asylrechts, an denen sich jeweils 150.000 bis 200.000 Menschen beteiligten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung Förderverein Frieden; abgerufen am 30. Juli 2019
  2. Eigendarstellung auf www.friedenskooperative.de; abgerufen am 30. Juli 2019
  3. Eigendarstellung auf „www.atomwaffenfrei.de“; abgerufen am 30. Juli 2019
  4. Eigendarstellung auf „www.unter18nie.de“; abgerufen am 30. Juli 2019
  5. Eigendarstellung auf „www.abruesten.jetzt“; abgerufen am 30. Juli 2019
  6. Eigendarstellung auf „www.macht-frieden.de“; abgerufen am 30. Juli 2019
  7. Themenseite „FriedensForum“ ,abgerufen am 30. Juli 2019
  8. Themenseite „Termindatenbank“, abgerufen am 30. Juli 2019