Neuburger Kammeroper

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Stadttheater Neuburg an der Donau am Ottheinrichplatz
Stadttheater – Innenraum
M. García – Der Kalif von Bagdad
M. García – Der Kalif von Bagdad

Die Neuburger Kammeroper e. V. ist eine seit 1969 im Stadttheater von Neuburg an der Donau spielende Institution, die selten aufgeführte Werke des Musiktheaters aus dem 18. und 19. Jahrhundert auf die Bühne bringt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1868 ließen die Neuburger Bürger den überflüssig gewordenen herzöglichen Zehentstadel in der historischen Altstadt zu einem spätbiedermeierlichen Theater umbauen. Nach einer grundlegenden Renovierung unter dem Kulturdezernenten Anton Sprenzel wurde es 1969 wiedereröffnet. Der in Neuburg aufgewachsene Opernsänger und Regisseur Horst Vladar gründete zu diesem Anlass mit Anton Sprenzel und seinem Bruder Heinrich Wladarsch (1939–2013) die Neuburger Kammeroper. Sie bringt jeden Sommer neue Produktionen auf die Bühne und hat es sich zur Aufgabe gemacht, (fast) unbekannte Opern vorzustellen. Sie wird inzwischen von der Stadt und dem Landkreis gefördert.

Die musikalische Leitung oder Einstudierung übernahmen u. a. Ralph Toursel, Georg Zettel, Reiner Baum, Markus Baisch, Markus Poschner, Stefan Klingele, Hartmut Hudeczek und Alois Rottenaicher. Bühnenbildner waren u. a. Heinrich Wladarsch, Petra Mollerus, Ulrich Hüstebeck (1938–2014) und Michele Lorenzini. Übersetzer und Bearbeiter waren Annette Vladar und Horst Vladar. Letzterer hat die künstlerische Leitung und führt seit 1969 Regie, bis 2013, 2015, 2017 und 2019 auch Michael Hoffmann einen der beiden dargebotenen Einakter inszenierte. Die Gesangssolisten sind meist an anderen Häusern fest engagiert. Darüber hinaus ist hier regelmäßig das Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München zu hören. Die Choristen und ein Teil der Techniker sind Amateure.

Inszenierung von selten gespielten Opern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Neuburger Kammeroper für ihre Aufführungen von Raritäten. Die meisten Opern und Operetten, die hier stets in deutscher Sprache zu szenischen Aufführungen kamen, waren seit ihrer Entstehungszeit nurmehr wenig oder gar nicht gespielt worden. Das Aufführungsmaterial musste aus handschriftlichen Quellen eigens angefertigt werden.

Im Laufe der Jahre sind in szenischen Aufführungen über fünfzig Werke des heiteren Musiktheaters – darunter zahlreiche Beispiele der Opera buffa, des Dramma giocoso, der Opéra comique, des Singspiels und des Liederspiels wieder zu Gehör gekommen. Bisher wurden gespielt:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]