Neuschauerberg

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Neuschauerberg
Koordinaten: 49° 32′ 16″ N, 10° 41′ 58″ O
Höhe: 330–352 m ü. NHN
Einwohner: 84 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 91448
Vorwahl: 09104
Neuschauerberg (Bayern)
Neuschauerberg

Lage von Neuschauerberg in Bayern

Haus Nr. 18: Mühle
Drei Steinkreuze

Neuschauerberg ist ein Ortsteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt an der Mittleren Aurach. Im Osten liegt das Waldgebiet Hoch, im Süden Hörlein und ca. 0,5 km im Westen Tiergarten. Ca. 0,5 km südwestlich liegt das Flurgebiet Jagdsäule.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch Ansiedlung von französischen Glaubensvertrieben gegründet.[3] 1801 wird der Ort als Neu-Schauerberg erstmals namentlich erwähnt.[4]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neuschauerberg dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Emskirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Emskirchen an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Schauerberg umgemeindet.[5] Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, wurde Neuschauerberg nach Emskirchen eingemeindet.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haus Nr. 5: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, ursprünglich eingeschossig. Geputzter Sockel, Ecklisenen, Satteldach. Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.[6]
  • Haus Nr. 8: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, ursprünglich eingeschossig (Obergeschoss 1914). Im Türsturz umgearbeitet 18 E(ckert) S(imon) 42.[6]
  • Haus Nr. 15: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, 1812 M P(etri) im Putz modern augetragen. Fachwerkobergeschoss.[6]
  • Haus Nr. 17: Eingeschossiges Wohnstallhaus, Satteldach. Im Türsturz chc. ch. Koblart 1870.[6]
  • Haus Nr. 18: Mühle an der Mittleren Aurach von 1736. Zweigeschossiges Walmdachhaus, Erdgeschoss massiv.[6]
  • Drei Steinkreuze

Baubeschreibung: Liste der Baudenkmäler in Emskirchen#Neuschauerberg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 001840 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 105 91 90 82 79 103 72 82 84
Häuser[7] 17 17 17 17 17 16 21
Quelle [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2244 führt nach Emskirchen bzw. nach Neidhardswinden. Die Kreisstraße NEA 24 führt an Buchklingen vorbei nach Herrnneuses. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Flugshof.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuschauerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 339 (Digitalisat).
  2. Neuschauerberg im BayernAtlas
  3. Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 123.
  4. J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 771.
  5. H. H. Hofmann, S. 205.
  6. a b c d e R. Strobel, S. 127f. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.
  7. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 102 (Digitalisat).
  9. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1228, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, ... sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1162 (Digitalisat).
  11. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1235 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1273 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern - Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1101 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 807 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 175 (Digitalisat).