Norbert Eder

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Norbert Eder
Personalia
Name Norbert Alban Eder
Geburtstag 7. November 1955
Geburtsort BibergauDeutschland
Größe 178 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1963–1973 VfR Bibergau
1973–1974 1. FC Nürnberg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1974–1984 1. FC Nürnberg 301 (27)
1984–1988 FC Bayern München 132 0(6)
1988–1990 FC Zürich 25 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1975–1978 Deutschland Amateure 15 0(2)
1980 Deutschland B 1 0(0)
1986 Deutschland 9 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1992–1994 SB DJK Rosenheim
1995–1996 SB DJK Rosenheim
1996–1997 1. FC Garmisch-Partenkirchen
2006–2008 TSV 1860 Rosenheim
2008 TuS Holzkirchen
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Norbert Eder (* 7. November 1955 in Bibergau, heute Ortsteil von Dettelbach) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach zehn Jahren beim Jugendverein VfR Bibergau wechselte Eder als 18-Jähriger im Dezember 1973 zum 1. FC Nürnberg, mit dem er 1974 Deutscher A-Jugendmeister wurde. Sein Profi-Debüt gab er am 28. August 1974. Bis 1984 absolvierte er 300 Ligaspiele und erzielte dabei 28 Tore für den „Club“,[1] mit dem er 1979 und erneut 1981 in die Bundesliga aufstieg. In der Saison 1979/80 wurde er von seinen Teamkollegen zum Kapitän des 1. FC Nürnberg gewählt.

Von 1984 bis 1988 gehörte er dem Kader des FC Bayern München an, mit dem er vier Titel gewann und 132 Ligaspiele absolvierte. Darüber hinaus kam er zu 28 Europapokal-Spielen mit einem Treffer, dem 2:0 (Endstand 3:2) gegen Real Madrid (im Viertelfinal-Hinspiel am 2. März 1988) als Höhepunkt. Eder gehörte dem Mannschaftsrat des FC Bayern an und war in den vier Jahren beim FCB immer 3 Spielern mit den meisten Spieleinsätzen, 1985 und 1986 war Eder der Süpieler mit den meisten Einsätzen. Für Mitspieler wie Ludwig Kögl galt er als Führungsspieler.[2]

Seine Karriere ließ er im Juni 1990 nach zwei Spielzeiten in der Schweiz beim FC Zürich, mit dem er zunächst in der Nationalliga B, dann in der Nationalliga A spielte, ausklingen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. April 1975 beim 0:0-Unentschieden in Bielefeld im Rahmen der Olympia-Qualifikation gegen Spanien spielte Eder erstmals im Nationaltrikot. Seinen ersten Treffer erzielte er am 11. Mai 1977 beim 5:0-Erfolg in Mühlhausen über Frankreich. Sein einziges B-Länderspiel bestritt er am 18. November 1980 in Braunschweig beim 1:0-Sieg über Frankreich.

1986 von Franz Beckenbauer erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen, spielte er neunmal im Nationaltrikot, davon siebenmal (alle Spiele als Stammspieler) bei der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko, bei der die DFB-Elf Vizeweltmeister wurde.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer übernahm Norbert Eder von 1992 bis 1996 die Verantwortung beim Sportbund Rosenheim, mit dem er einen Aufstieg in die BOL (Bezirksoberliga) erreichte. Daraufhin erfolgte eine Saison beim 1. FC Garmisch Partenkirchen. Nach einer längeren Pause als Trainer war er von 2006 bis 2008 A-Jugendtrainer beim TSV 1860 Rosenheim in der zweithöchsten Jugendspielklasse, der Bayernliga, und ist seit 2008 Chefcoach beim TuS Holzkirchen, den er in der Saison 2010/11 von der Bezirksliga Süd in die Bezirksoberliga führte. Danach zog er sich aus dem aktiven Fußballgeschäft zurück.

Norbert Eder besitzt die zweithöchste Trainerausbildung (A-Schein).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eder galt als harter, aber stets fairer Abwehrspieler, umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass er nur einmal – am 27. September 1986 (8. Spieltag) in der 61. Minute beim 1:1-Unentschieden bei Werder Bremen – die Rote Karte gezeigt bekam. Während seiner Laufbahn unterliefen ihm drei Eigentore.:

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eder ist verheiratet und hat 2 Söhne. Seit 1993 betreibt Eder gemeinsam mit seiner Frau ein Blumengeschäft in Stephanskirchen bei Rosenheim. Seit 2007 besitzt die Familie Eder zudem ein Unternehmen namens „eder e:commerce“ mit Sitz in Raubling bei Rosenheim, welches er zusammen mit seinem Söhnen führt. Unter dem Dachnamen betreibt Eder einige Onlineshops für Konsumgüter.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Norbert Eder – Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF. 4. Mai 2017. Abgerufen am 4. Mai 2017.
  2. Sportmagazin Kicker, Sonderheft FC Bayern 25× Deutscher Meister.
  3. Matthias Arnhold: Norbert Eder – International Appearances. RSSSF. 4. Mai 2017. Abgerufen am 4. Mai 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]