Norbert Hinske

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Norbert Hinske (* 24. Januar 1931 in Berlin) ist ein deutscher Philosophiehistoriker und Kant-Spezialist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1955 promovierte Hinske in Freiburg. 1966 wurde er von der Philosophischen Fakultät der FU (Freie Universität Berlin) habilitiert. 1969 war er Mitglied im Wissenschaftlichen Rat und Professor. 1970 wurde er zum Ordentlichen Professor der Philosophie an der neu errichteten Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern (seit 1975 Universität Trier) berufen.

Norbert Hinske hat sich insbesondere mit der deutschen Philosophie des 18. Jahrhunderts befasst. Neben Immanuel Kant gilt sein Interesse auch Christian Wolff, Johann Heinrich Lambert und Hermann Samuel Reimarus.

Hinske steht für einen sehr historischen Zugang zu diesen Philosophen, was innerhalb der deutschen Philosophie von den einen als gar zu philologisch, von den anderen als endlich den Standards moderner historischer Forschung entsprechend eingeschätzt wird. In diesem Sinne hat Hinske auch die Erschließung der Sprache der Philosophie des 18. Jahrhunderts in diversen Indices vorangetrieben.

Am 5. Juni 2000 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Trier verliehen.[1] Seit 2009 ist er Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Böhr und Heinrich P. Delfosse (Hrsg.), Facetten der Kantforschung: Ein internationaler Querschnitt. Festschrift für Norbert Hinske zum 80. Geburtstag Stuttgart-Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog, 2011 (Norbert Hinske: Schriftenverzeichnis, Stand Frühjahr 2011, S. 143–170)
  • Norbert Hinske: Unbelehrbar inkorrekt.Königshausen & Neumann, 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TThZ 109 (2000) 169.