Nordjütland

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Lage von Nordjütland (schwarz) und Nordwestjütland (grün) in Dänemark

Nordjütland (dänisch Nordjylland) umfasst die Gebiete Jütlands nördlich des Limfjords zuzüglich Himmerlands, auf der Karte schwarz markiert.[1] Davon unterschieden wird je nach Kontext Nordwestjütland (auf der Karte grün markiert) bestehend aus der Halbinsel Thy, den Inseln Mors und Fur sowie der Landzunge Salling. Beide Gebiete gemeinsam sind geografisch nur annäherungsweise mit der Verwaltungsregion Nordjütland deckungsgleich, zum Beispiel umfasst diese auch die Stadt Mariager.

Unsicherheit herrscht hingegen in der Frage, ob und wie weit sich Nordwestjütland in die Verwaltungsregion Mitteljütland ausdehnt. Die Ortschaften Lemvig, Struer und Holstebro sind naheliegende Kandidaten.

Nordjütland sollte nicht mit der historischen Landschaft namens Norderjütland/Nördliches Jütland (dän. Nørrejylland) verwechselt werden. Damit wird die gesamte Landfläche nördlich der Königsau bezeichnet.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Stadt in Nordjütland ist mit Abstand Aalborg mit 114194 Einwohnern. Weitere größere Städte mit über 20.000 Bewohnern sind Hjørring (25994 Einw.) und Frederikshavn (23423 Einw.), die beide in der Landschaft Vendsyssel liegen. Über 10.000 Menschen leben im nordwestjütischen Thisted (13416 Einw.) auf Thy, in Brønderslev (12598 Einw.) im Zentrum von Vendsyssel und Hobro (12032 Einw.) im Süden Himmerlands.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nordjütland
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,7 2,0 4,9 9,8 15,2 19,0 20,1 20,1 16,2 11,9 6,8 3,4 Ø 11
Min. Temperatur (°C) −2,9 −3,2 −1,1 1,8 6,4 10,0 11,7 11,2 8,6 5,6 1,5 −1,3 Ø 4,1
Temperatur (°C) −0,4 −0,4 1,9 5,6 10,7 14,4 15,7 15,5 12,3 8,9 4,3 1,3 Ø 7,5
Niederschlag (mm) 54 35 44 38 49 54 64 67 72 76 75 62 Σ 690
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,6 3,8 5,6 6,7 7,3 6,7 6,0 4,3 2,8 1,9 1,4 Ø 4,2
Regentage (d) 11 8 10 8 9 8 9 10 12 13 14 12 Σ 124
T
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1,7
−2,9
2,0
−3,2
4,9
−1,1
9,8
1,8
15,2
6,4
19,0
10,0
20,1
11,7
20,1
11,2
16,2
8,6
11,9
5,6
6,8
1,5
3,4
−1,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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49
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72
76
75
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Danmarks Meteorologiske Institut (DMI): Normaler for Danmark Klimadata 1961–1990
Weltkarte vermuteter Schiefergasvorkommen

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nordjütlands Tonsteinformationen werden größere Vorkommen an Schiefergas vermutet. Probebohrungen (Fracking) wurden 2015 in der Ortschaft Dybvad durchgeführt. Eine Förderung scheint bei der derzeitigen Marktentwicklung nicht rentabel zu sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steen Bo Frandsen: Opdagelsen af Jylland. Den regionale dimension i Danmarkshistorien 1814-1864, Universitetsforlag, Aarhus 1995. ISBN 87-7288-685-4 (dänisch)
  • Hans Lyngby Jepsen: Nordjylland, hrsg. von Svend Cedergreen Bech. Gyldendal, Kopenhagen 1986 (dänisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe Eintrag „Jylland“ in: Den store danske encyklopædi, Band 10. Gyldendal Nordisk Forlag, Kopenhagen 1998, S. 212
  2. Eingehender bei Steen Bo Frandsen: Opdagelsen af Jylland. Den regionale dimension i Danmarkshistorien 1814-1864, Aarhus Universitetsforlag, Aarhus 1995, S. 38–41

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikivoyage: Nordjütland – Reiseführer