Oberlar

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Oberlar
Stadt Troisdorf
Koordinaten: 50° 48′ 46″ N, 7° 8′ 29″ O
Höhe: ca. 60 m
Einwohner: 6162 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 53842
Vorwahl: 02241

Oberlar ist eine der zwölf Ortschaften von Troisdorf im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Im Osten wird Oberlar durch die Rechte Rheinstrecke (bzw. Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main oder Siegstrecke) begrenzt und im Westen durch die A 59.

Wie andere Troisdorfer Stadtteile auch, hat sich Oberlar bei gut ausgebauter Infrastruktur ein eher beschauliches Ambiente bewahrt – bei unmittelbarer Lage an der Anschlussstelle Troisdorf zur A 59. Bahnhof und Innenstadt von Troisdorf sind zu Fuß zu erreichen, einige Geschäfte decken aber auch in Oberlar den täglichen Bedarf. Zum Stadtteil gehören der Oberlarer Park im Westen sowie Sportanlagen im Osten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberlar wurde erstmals 1296 in einer Urkunde des Stiftes Vilich erwähnt.[2] Im Zuge der Gemeindereform wurde am 1. August 1969 die Gemeinde Sieglar nach Troisdorf eingemeindet.[3]

Es gibt keine Dokumentierungen über die Einwohnerzahl des Ortsteils im 19. Jahrhundert. Aus den erhaltenen Gemeindeakten wird erst wieder um 1910 etwas über das Wachstum des Dorfes ersichtlich, zu dem aber keine genauen Zahlen genannt werden können.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Heilige Familie in Oberlar

Pfarrkirche Heilige Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die den Stadtteil beherrschende, repräsentative Pfarrkirche entstand aufgrund äußerer Umstände in mehreren, insgesamt fast 50 Jahre auseinanderliegenden Bauabschnitten, wodurch sie eine besonders interessante Baugeschichte und eine ungewöhnliche Gestalt aufweist. Der Kölner Architekt Theodor Roß zeichnete für die Planung verantwortlich. Nach seinem Tod im Jahr 1930 wurde der zweite und dritte Bauabschnitt von seinem Sohn Paul ausgeführt. Die ersten Pläne von 1908 sahen eine historistische Kirche vor, von der jedoch nur das Querschiff gebaut wurde. Dieses wurde 1933 um das Längsschiff und 1951 um einen Chorraum erweitert. Der Kirchenraum birgt eine einzigartige Folge von Fenstern des Künstlers Paul Weigmann. 1957 wurde der wuchtige Kirchturm errichtet, der gleichzeitig als Pfarrzentrum dient und ein sechsstimmiges Bronzegeläute der Eifeler Glockengießerei aus Brockscheid trägt. Dieses Geläut gehört damit zu den größten und klangschönsten Geläuten des Erzbistums Köln. Durch Beschluss des Kulturausschusses der Stadt Troisdorf am 5. September 2007 wurde die Pfarrkirche offiziell in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Derzeit wird sie aufwendig zu einem modernen Pfarr- und Begegnungszentrum umgebaut.

Solarpark Oberlar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberlar steht auf einer 8 Hektar großen Fläche Nordrhein-Westfalens größte Freiland-Photovoltaikanlage (Stand 2010). Sie hat eine Gesamtleistung von 3,5 Megawatt und liefert ca. 3.290.000 kWh Strom pro Jahr.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtportrait Stadt Troisdorf. Abgerufen am 14. September 2017 (Memento des Originals vom 2. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.troisdorf.de
  2. Geschichtsverein Troisdorf e.V. Troisdorfer Geschichtsinformationen (Memento des Originals vom 10. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/geschichtsverein-troisdorf.de
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 85.
  4. Troisdorfer Jahreshefte, V. 1975. Oberlar, der Ortsteil mit dem amerikanischen Tempo, Albert Schulte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]