Ole Schröder (Politiker)

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Ole Schröder (2013)
Schröder auf dem CDU-Parteitag 2012

Ole Schröder (* 27. August 1971 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit 2009 ist er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern. Im Juni 2016 kündigte er seinen Rückzug aus der Politik an.[1]

Leben, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1991 am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek leistete Schröder seinen Wehrdienst als Soldat auf Zeit bei der Luftwaffe ab und begann 1992 ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1997 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Anschließend studierte er an der Universität Stellenbosch in Südafrika und erwarb dort 1998 den Grad eines LL.M. 2000 promovierte er zum Dr. jur. mit einer Arbeit zum Thema Recht der Vertriebsorganisation im deutsch-südafrikanischen Handelsverkehr. Nach dem Referendariat legte Schröder 2001 auch das zweite Staatsexamen ab und war danach bis Oktober 2009 als Rechtsanwalt im Hamburger Büro der Kanzlei White & Case tätig.

Schröder ist seit dem 12. Februar 2010 mit der ehemaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder, geb. Köhler, verheiratet.[2] Gemeinsam haben sie zwei Töchter.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schröder ist seit 1989 Mitglied der CDU und engagierte sich zunächst in der Jungen Union. Er war von 2000 bis 2005 stellvertretender Vorsitzender und ist seit 2005 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Pinneberg.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schröder ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Er zog 2002 über die Landesliste Schleswig-Holstein sowie 2005, 2009 als auch 2013 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Pinneberg in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er 45,4 % der Erststimmen. Seit Oktober 2007 ist er Chef der CDU-Landesgruppe Schleswig-Holstein.[3]

Für seine Entscheidung, mit Ablauf der Wahlperiode des 18. Deutschen Bundestags 2017 aus der Politik auszusteigen und wieder als Anwalt arbeiten zu wollen, gab er 2016 „rein persönliche Gründe“ an.[4] Im Juni 2016 legte Schröder gemeinsam mit weiteren Abgeordneten aus CDU und CSU ein Strategiepapier zur zukünftigen Ausrichtung der Union vor, das eine stärkere Akzentuierung auf Fragen der Inneren Sicherheit, der Wirtschaftspolitik und der restriktiven Aspekte der Flüchtlingspolitik vorsieht.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schröder ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 ist er parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern im zweiten Kabinett Merkels sowie seit 2013 im dritten Kabinett Merkels.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ole Schröder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auch Kristina Schröders Mann steigt aus Politik aus Die Welt online, abgerufen am 24. Juni 2016.
  2. Spiegel Online: Familienministerin Köhler heißt jetzt Schröder
  3. http://www.landesgruppe-schleswig-holstein.de/
  4. Ole Schröder steigt aus der Politik aus. Hamburger Abendblatt online vom 24. Juni 2016.