Olympische Winterspiele 1948/Skeleton

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Olympische Ringe

Bei den V. Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz wurde ein Wettbewerb im Skeleton ausgetragen. Austragungsort war die Naturbahn „Cresta Run“.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Sportler Zeit
1 ItalienItalien Nino Bibbia 5:23,2 min
2 Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten John Heaton 5:24,6 min
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Crammond 5:25,1 min
4 Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten William Martin 5:28,0 min
5 SchweizSchweiz Gottfried Kägi 5:29,9 min
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Bott 5:30,4 min
7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Stuart Coats 5:31,9 min
8 Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Fairchilds MacCarthy 5:35,5 min
9 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Thomas Clarke 5:39,0 min

Datum: 3./5. Februar 1948

15 Sportler waren am Start. Nur 9 kamen nach insgesamt sechs Läufen ins Ziel. Milo Bigler, Dialma Balsegia, Christian Fischbacher (alle Schweiz), William Gayraud-Hirigoyen (Frankreich), William Johnson (USA) und Hugo Kuranda (Österreich) schieden vorzeitig aus. John Heaton gewann wie schon 20 Jahre zuvor die Silbermedaille und blieb bis 2006 (Gregor Stähli) der einzige Skeletonpilot, der mehr als einmal eine olympische Medaille in dieser Sportart gewinnen konnte.

Die Laufzeiten der Klassierten:
Bibbia: 0:48,8 0:47,6 0:47,6 0:59,5 1:00,2 1:00,3 5:23,2; Heaton 0:48,1 0:47,4 0:47,7 1:00,0 1:00,2 1:01,2 5:24,6; Crammond 0:47,4 0:47,7 0:47,9 1:00,9 1:00,9 1:00,3 5:25,1; Martin 0:47,8 0:49,2 0:48,2 1:00,7 1:01,6 1:00,5 5:28,0; Kägi 0:48,9 0:48,8 0:48,7 1:00,8 1:01,6 1:01,1 5:29,9; Bott 0:48,3 0:48,9 0:49,2 1:01,5 1:01,4 1:01,4 5:30,7; Coats 0:48,8 0:48,7 0:49,0 1:02,3 1:01,7 1:01,4 5:31,9; Maccarthy 0:48,8 0:48,3 0:49,4 1:03,6 1:02,7 1:02,7 5:35,5; Clarke 0:49,7 0:49,9 0:49,3 1:03,5 1:03,8 1:02,8 5:39,0

Schon im ersten der drei Läufe am Dienstagmorgen (verkürzter Start bei Junction) fiel mit der Aufgabe des Schweizers Christian Fischbacher eine wichtige Vorentscheidung. John Crammond fuhr hier Bestzeit (47,4) und distanzierte Heaton und Bibbia deutlich. Das Bild änderte sich im 2. Lauf, denn Heaton und Bibbia unterboten Crammond, im dritten Lauf rückten sie noch näher heran und lagen ex aequo in 143,2 sec. auf Rang 2 und nur 0,2 sec. hinter dem Briten. Die beiden auf den weiteren Plätzen klassierten US-Starter Johnson (144,1) und Martin (145,2) waren schon deutlich distanziert, auf den Rängen 6 und 7 lagen die beiden Schweizer Bigler (145,5) und Kägi (146,4; dieser ex aequo mit Bott). MacCarthy und Coats in 146,5 belegten ex aequo Rang 9, gefolgt vom vierten Schweizer Starter, Balsegia, auf Rang 11 (146,8).[1]
Das Resultat des zweiten Wettkampftags (Start auf voller Länge, daher deutliche Unterschiede in den Laufzeiten gegenüber dem ersten Tag) war von der Reihung her identisch mit jenem der Endreihung. Bigler war hier noch dabei, doch er wurde bereits im 1. Lauf aus der Bahn getragen und im 3. Lauf musste er die Fahrt am gefährlichen Shuttlecoch-Corner einstellen. Baseglia hatte wegen eines Rippenbruchs nicht mehr mitmachen können, Kägi verbesserte sich noch von Rang 7 auf Rang 5. Mit der Goldmedaille von Nino Bibbia holte Italien überhaupt die erste Medaille bei Olympischen Winterspielen. Die Siegerehrung gab es in der ersten Drittelpause des Matches Schweiz gegen die ČSR.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Crammond führt im Skeleton nach drei Läufen»; «Sport Zürich», Nr. 16 vom 4. Februar 1948, Seite 5, Spalte 1, oben
  2. «Entscheidung auch im Skeleton gefallen»; «Sport Zürich», Nr. 18 vom 6. Februar 1948, Seite 7
  3. «Wohin wanderten die Olympiamedaillen 1948?»; «Sport Zürich», Nr. 19 vom 7. Februar 1948, Seite 1, rechts