One Cut of the Dead

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Filmdaten
Deutscher TitelOne Cut of the Dead
Originaltitelカメラを止めるな!
Casts & Film director from "ONE CUT OF THE DEAD" at CINECITTA' Kawasaki (2018-07-14).jpg
ProduktionslandJapan
OriginalspracheJapanisch
Erscheinungsjahr2017
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieShin'ichirô Ueda
DrehbuchShin'ichirô Ueda
Ryoichi Wada
ProduktionKoji Ichihashi
MusikShôma Itô
Kyle Nagai
Nobuhiro Suzuki
KameraTakeshi Sone
SchnittShin'ichirô Ueda
Besetzung
Synchronisation

One Cut of the Dead (japanischer Originaltitel: カメラを止めるな!, Hepburn: Kamera o Tomeru na!, etwa „Stoppt die Kamera nicht!“) ist ein japanischer Zombiefilm von Shin'ichirô Ueda aus dem Jahr 2017. In Deutschland erschien der Film am 2. Mai 2019.[2] Die erste halbe Stunde des Films wurde am Stück ohne Schnitt gedreht – ein sogenannter One-Cut.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt damit, dass eine junge Frau von ihrem scheinbar zum Zombie mutierten Freund angefallen wird, bis eine Person die Szene abbricht und die beiden beschimpft. Es stellt sich heraus, dass die beiden Schauspieler sind und Regisseur Higurashi mit ihrer Leistung alles andere als zufrieden ist. Der Dreh wird deshalb für eine halbstündige Pause unterbrochen. Die Mitglieder der Filmcrew unterhalten sich darüber, dass am Drehort, einer alten Fabrik, im Zweiten Weltkrieg Experimente an Toten durchgeführt wurden, als plötzlich wirklich eine Zombieapokalypse ausbricht. Der Regisseur ist nun begeistert davon, die echten Angstmomente einzufangen und lässt die Kamera weiter laufen und auf das Geschehen halten, während die Crew-Mitglieder nach und nach zu Zombies werden. Nach gut einer halben Stunde steht die junge Frau als einzig Überlebende auf dem Dach der Fabrik.

Doch nun offenbart der Film eine weitere Ebene: Regisseur Higurashi wird angeheuert, um für ein TV-Event einen halbstündigen Zombiefilm live in einer einzigen ungeschnittenen Sequenz zu filmen. In der Folge wird gezeigt wie sich zuerst die Filmcrew zusammenfindet und anschließend wie der Film trotz aller Widrigkeiten abgedreht wird. Gezeigt werden die Probleme hinter der Kamera, wie etwa ein alkoholisierter Darsteller, und die Improvisationen während des Drehs.

Produktion und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Shin'ichirô Ueda bei der Eröffnungszeremonie des Tokyo International Film Festival 2018

One Cut of the Dead kostete in der Produktion lediglich einen fünfstelligen Dollarbetrag, konnte allerdings alleine in Japan mehr als zwei Millionen Menschen ins Kino locken.[4] Laut Moviepilot hat der Film, der mit Studenten einer Filmschule in Tokio gedreht wurde, nur etwa 27.000 Dollar gekostet, aber in Japan bis Herbst 2018 über 20 Millionen Dollar eingespielt.[5]

Zwischen Weihnachten und Silvester 2018 veröffentlichte Amazon kurzzeitig eine Raubkopie des Films auf der Plattform Amazon Prime, die für Kunden in den USA und Großbritannien zeitweise kostenlos zu sehen war.[6]

Am 2. Mai 2019 kam der Film in die deutschen Kinos. Am 23. Mai 2019 wurde der Film in Deutschland durch Koch Media auf Blu-ray Disc und DVD veröffentlicht.[2][7]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung wurde durch die Think Global Media GmbH in Berlin erstellt.[8]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Ko Kazuaki Nagaya Jannik Endemann
Mao Mao Mao Christina Wöllner
Saki Matsuura Sakina Asamori Peggy-Sue Emmler

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt überwiegend positive Wertungen. Metacritic aggregierte basierend auf 13 Kritiken einen Score von 85 %.[9] Rotten Tomatoes kam gar auf 100 % positive Kritikerwertung.[10] Kino-Zeit.de bezeichnet One Cut of the Dead als „tiefe, respektvolle Verneigung vor der Kunst des Low-Budget-Filmemachens“ und bescheinigt eine tiefe Hingabe an das Kino.[4]

„Die vielbeschworene Plansequenz in One Cut of the Dead ist an für sich ein netter, vergessenswerter Spaß, der eher dadurch beeindruckt, dass er mit minimalem Budget umgesetzt werden konnte. Was den japanischen Festival-Hit aus der selbst geschaufelten Grube dieses Gimmicks verhilft, ist seine clevere Auseinandersetzung mit genau diesem Stilmittel.“

Jenny Jecke: Moviepilot[5]

Peter Bradshaw vom Guardian fühlte sich von dem Film an die amerikanische Filmkomödie Noises Off erinnert, da auch dort eine Schauspiel-Aufführung mit ihren Widrigkeiten aus verschiedenen Perspektiven gezeigt wird.[11]

Remake[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Produzent Patrick Cunningham soll ein Remake des Films entstehen, der ein größeres Publikum – vor allem auch im englischsprachigen Raum – ansprechen soll.[2] Das Remake soll mit geringem Budget in den USA entstehen. Produzent Cunningham kam an die Filmrechte, als er einen Streit zwischen Regisseur Shin'ichirô Ueda und dem japanischen Theaterregisseur Ryoichi Wada, der ersterem Plagiat vorwarf, schlichtete.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für One Cut of the Dead. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 186979/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b c Tobias Mayer: "One Cut Of The Dead": Deutscher Trailer zum superlustigen Zombie-MEGA-Überraschungshit. In: Filmstarts. 19. April 2019, abgerufen am 16. November 2019.
  3. One Cut of the Dead. In: Geek Germany. 13. Mai 2019, abgerufen am 16. November 2019.
  4. a b Rochus Wolff: One Cut of the Dead (2017). In: Kino-Zeit. Abgerufen am 16. November 2019.
  5. a b Jenny Jecke: One Cut of the Dead ist das Horror-Phänomen des Jahres. In: Moviepilot. 7. Oktober 2018, abgerufen am 16. November 2019.
  6. Christoph Petersen: Mega-Fail: Amazon bietet Prime-Kunden eine Raubkopie des Zombie-Superhits des Jahres an! In: Filmstarts. 2. Januar 2019, abgerufen am 16. November 2019.
  7. One Cut of the Dead (Blu-ray). In: Koch Films. Abgerufen am 16. November 2019.
  8. One Cut of the Dead. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 11. November 2019.
  9. One Cut of the Dead Reviews – Metacritic. Basierend auf 13 Kritiken. In: Metacritic. Abgerufen am 16. November 2019 (englisch).
  10. One Cut of the Dead (Kamera o tomeru na!). In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 16. November 2019 (englisch): „100% TOMATOMETER Total Count: 73“
  11. Peter Bradshaw: One Cut of the Dead review – zombie films get a shot in the arm. In: The Guardian. 4. Januar 2019, abgerufen am 16. November 2019 (englisch).
  12. Arthur A.: One Cut of the Dead: US-Remake der japanischen Zombie-Komödie in Arbeit. In: Filmfutter. 10. Mai 2019, abgerufen am 16. November 2019.