Oskar Wiedenhofer

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Oskar Wiedenhofer (* 19. Dezember 1889 in Bozen; † 7. September 1987 in Seis am Schlern) war ein österreichischer Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiedenhofer studierte an der Münchner Kunstgewerbeschule, danach an der dortigen Akademie, seine Lehrer waren u. a. Franz von Stuck und Franz von Lenbach. Studienreisen führten ihn nach Italien und England. Er lebte zeitweilig in Wien, Linz und verschiedenen deutschen Städten.

Während des Ersten Weltkrieges wurde Wiedenhofer als frontdienstuntauglich eingestuft und als Kriegsmaler der Kunstgruppe des k.u.k. Kriegspressequartiers zugeteilt. Er arbeitete zunächst vor allem an Porträts der kaiserlichen Familie, ging dann an die Tiroler Front und im Mai 1918 nach Dalmatien und Serbien. Gegen Kriegsende befand sich Wiedenhofer bei der Heeresgruppe des Generalobersten Svetozar Boroëvić von Bojna am Piave.[1]

Auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ von 1942 in München wurde Wiedenhofers idealisiertes Bild Bauer in Seiser Tracht ausgestellt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feldpilot Oberst Hans Ritter Umlauff von Frankwell, 1918, Öl auf Leinwand, 67×55,5 cm (Heeresgeschichtliches Museum Wien)
  • Bauer in Seiser Tracht, um 1942, Pastell, Land Tirol
  • Peter Mayr 1809, 1943, Grafik für „Tirol – Vorarlberg: Natur, Kunst, Volk, Leben“ (Innsbruck 1944)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heeresgeschichtliches Museum (Militärwissenschaftliches Institut): "Fliegen 90/71". Katalog zur Ausstellung, Band II: Fliegen im Ersten Weltkrieg, Gemälde und Zeichnungen. Wien 1971.
  • Ellen Hastaba: Tirols Künstler 1927, in: Schlern-Schriften 319, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2002, S. 363.
  • Carl Kraus, Hannes Obermair (Hrsg.): Mythen der Diktaturen. Kunst in Faschismus und Nationalsozialismus – Miti delle dittature. Arte nel fascismo e nazionalsocialismo. Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, Dorf Tirol 2019, ISBN 978-88-95523-16-3, S. 158–159, 165, 178–179.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heeresgeschichtliches Museum (Militärwissenschaftliches Institut): "Fliegen 90/71". Katalog zur Ausstellung, Band II: Fliegen im Ersten Weltkrieg, Gemälde und Zeichnungen. Wien 1971, S. 46 f.