Otomí

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Verbreitungsgebiet des Otomi im heutigen Mexiko

Die Otomí (Eigenbezeichnung Hñähñü) sind ein indigenes Volk in Mexiko.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Otomí waren wahrscheinlich die ersten Siedler im Hochtal von Mexiko. Später wurden sie von den Azteken verdrängt und lebten fortan in den Randzonen. Sie wurden als tapfere Krieger angesehen, denn Otomi-Krieger wurden sowohl von den Azteken als auch von deren Feinden, den Tlaxcalteken, als Söldner angeheuert. Die Tlaxcalteken sollen zunächst Otomí-Söldner in den Kampf gegen die spanischen Conquistadoren geschickt und erst nach deren Niederlage ihr Bündnis mit den Spaniern geschlossen haben.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Otomí-Sprache gehört zusammen mit den Sprachen der Chichimeca Jonaz, Mazahua, Pame, Ocuilteco und Matlatzinca zu den Oto-Pame-Sprachen, die wiederum zu den Otomangue-Sprachen (zusammen mit Amuzgo, Chinantekisch, Mixtekisch, Popoloca, Tlapanekisch und Zapotekisch). Die Hñähñu des Mezquital-Tales (Valle de Mezquital) sprechen die Variante nHa:nHu und die Otomí südlich von Querétaro die Variante nHa:nHo, zusammen etwa 300.000 Menschen (davon etwa 5 bis 6 Prozent Einsprachige), die meisten in den Bundesstaaten Hidalgo (Valle de Mezquital), México, Puebla, Querétaro, Tlaxcala, Michoacán und Veracruz. Obwohl die Otomí-Sprache zu den meistgesprochenen indigenen Sprachen in Mexiko gehört, ist sie (wie viele Sprachen Mexikos) hochgradig gefährdet, da sie nur noch von wenigen Kindern gelernt wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haleigh Zillges: The Genetic History Of The Otomi In The Central Mexican Valley, Anthropology Senior Theses. Paper 133

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otomi people – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag in der Encyclopædia Britannica