Otto Plathner

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Heinrich Otto Leopold von Plathner (* 31. Dezember 1811 in Widzim; † 3. Januar 1885 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Plathner wurde am 12. Januar 1821 getauft. Seine Eltern waren der Gutsbesitzer Georg Plathner (1781–1859) und Henriette geb. Hoffmann-Scholtz (1791–1870).

Otto besuchte von 1822 bis 1828 das Friedrichs-Gymnasium in Breslau. Danach studierte er bis 1830 Rechtswissenschaften an der Universität Breslau und ging anschließend bis 1831 an die Universität nach Berlin. Er bestand 1831 die Auskultatorprüfung und trat in den preußischen Staatsdienst ein. Zunächst wirkte er am Patrimonialgericht in Kamenz und 1832 am Stadtgericht Breslau. Von 1833 bis 1834 war er Referendar in Schweidnitz und 1834 am Oberlandesgericht in Breslau. Es folgten weitere Einsatzorte wie Zobten, Jauer, Ratibor, Görlitz, Sprottau, Groß Salze und Halberstadt.

Vom 18. Mai 1848 bis zum 20. Mai 1849 war er Abgeordneter für Halberstadt in der Frankfurter Nationalversammlung. Plathner war Mitglied der Casino-Fraktion. Von Oktober 1848 bis Januar 1849 fungierte er als Schriftführer des Parlaments. 1849 nahm er an der Gothaer Versammlung teil, 1850 war er Abgeordneter im Erfurter Unionsparlament.

Ab 1849 wirkte er als Stadtgerichtsrat in Breslau, 1858 wechselte er als Kammergerichtsrat nach Berlin, 1879 als Reichsgerichtsrat nach Leipzig. Er war als Richter dem IV. Zivilsenat zugewiesen.

1881 wurde er von der Universität Leipzig zum Ehrendoktor ernannt. Am 1. Oktober 1882 erfolgte seine Pensionierung. Er starb unverheiratet.

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