Otto I. von Scheyern

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Otto I. von Scheyern (* um 1020; † 1073) war Graf von Scheyern und Vogt von Freising.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto I. von Scheyern war der älteste eindeutig belegbare Vorfahr der Wittelsbacher.

  • Sein Vater wird als Otto I. bezeichnet (daher die alternative Zählweise als Otto II.).[1]
  • Wegener sieht ihn aber als Sohn von Heinrich I., Graf an der Pegnitz und von Weissenburg († 1043).

Weitere Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je nach Quelle wird er auch Otto II., Gaugraf Otto II. oder Ottone II genannt.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1026 starb Heinrich V., Herzog von Bayern, ohne Nachkommen. Es wird berichtet, dass damit die Nachkommenschaft des Herzogs von Bayern auf den sehr jungen Otto I. von Scheyern überging und Konrad II. die Möglichkeit zur Übertragung des Herzogtums Bayern auf seinen Sohn Heinrich III. ergriff.[2] Eine aktuelle, wissenschaftliche Betrachtung dieses Sachverhalts fehlt bisher.

Erstmals ist Otto I. v. Scheyern um 1045 greifbar.[3] Um 1047 ist er als Vogt des Hochstifts Freising belegt, um 1060 auch Vogt des Domkapitels Freising.[4]

Nach der Ehe mit Haziga (nach 1056) war er „comes de Skyrun“ (Graf von Scheyern), wobei hinzuzusetzen wäre iure uxoris.

Er wurde in Fischbachau (später gemeinsam mit seiner zweiten Frau) begraben, seine Gebeine wurden später nach Scheyern umgebettet.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In erster Ehe war er mit einer Schwester des Grafen Meginhard von Reichersbeuern verheiratet.

In zweiter Ehe war Otto I. von Scheyern mit Haziga von Diessen verheiratet.[5]

Die Nachkommen werden den beiden Ehen je nach Quelle unterschiedlich zugeordnet:[1][5][6]

Ob der Sohn Arnold I. von Scheyern ehelich oder unehelich war, lässt sich nicht feststellen.

Gesichert ist, dass Ekkehard I. von Scheyern der zweiten Ehe von Otto I. von Scheyern entstammt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Holzfurtner: Otto von Scheyern. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 19, Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. 694 (Digitalisat).
  • Grafiken Stammbaum der Grafen von Scheyern-Wittelsbach-Dachau-Valley aus Vorlesung Prof. Schmid: Bayern im Spätmittelalter WS 1996/97 [1]
  • Hans C. Faussner: Zur Frühzeit der Babenberger in Bayern und Herkunft der Wittelsbacher. Ein Kapitel bayrisch-österreichischer Geschichte aus rechtshistorischer Sicht, Sigmaringen 1990
  • Otto zu Stolberg-Wernigerode: Neue deutsche Biographie, Band 19, Nauwach-Pagel, 1999, S. 694

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kalender für katholische Christen: auf d. Jahr ... 1842. Seidel, 1842 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  2. Franz Sebastian Meidinger: Historisch-chronologische Erzählungen der ehemaligen Land- und Hoftäge in Baiern: mit Anmerkungen, dann einer kleinen Chronik und Inventarium aus dem alten Harnischhause der nunmehrigen Haupt- und Universitätsstadt Landshut. Verlag d. Verf., 1802 (google.de [abgerufen am 31. Januar 2018]).
  3. Karl-Heinz Schreiber: otto_1_graf_von_scheyern_+_1078. Abgerufen am 31. Mai 2018.
  4. Karl-Heinz Schreiber: otto_1_graf_von_scheyern_+_1078. Abgerufen am 31. Mai 2018.
  5. a b Friedrich Hektor von Hundt: Kloster Scheyern, seine ältesten Aufzeichnungen, seine Besitzungen: Ein Beitr. zur Geschichte d. Hauses Scheyern-Wittelsbach. Franz in Komm., 1862 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  6. Wolfram Ziegler: König Konrad III. (1138-1152): Hof, Urkunden und Politik. Böhlau Verlag Wien, 2008, ISBN 978-3-205-77647-5 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).[javascript:]
  7. Erzählungen aus der bayerischen Geschichte. Verlag der literarisch-artistischen Anstalt, 1844 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).