Otto II. (Solms-Laubach)

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Otto Graf zu Solms-Laubach

Otto II. Graf zu Solms-Laubach (* 1. Oktober 1799 in Laubach; † 22. November 1872 ebenda) war ein hessischer Standesherr und Politiker. Er war Abgeordneter und Präsident der 1. Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto zu Solms-Laubach stammt aus dem Adelsgeschlecht Solms-Laubach. Seine Eltern waren Graf Friedrich zu Solms-Laubach (* 29. August 1769; † 24. Februar 1822) und Gräfin Henriette von Degenfeld-Schönburg (* 23. Dezember 1776; † 26. Januar 1847), Tochter des Grafen August Christoph von Degenfeld-Schönburg (1730–1814).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto zu Solms-Laubach trat 1822 die Nachfolge der Standesherrschaft an. 1826 bis zur Märzrevolution 1849 und 1851 bis zu seinem Tod 1872 war er als Standesherr Mitglied der ersten Kammer der Landstände. 1829 bis 1830 und 1851 bis 1856 stand er der ersten Kammer als Präsident vor, nachdem er bereits 1844 bis 1849 Vizepräsident war (und 1856 bis 1866 erneut wurde).

Infolge der Märzrevolution war ein neues Wahlrecht verabschiedet worden, das die Vorrechte der Standesherren aufhob und eine freie Wahl der ersten Kammer vorsah. Otto zu Solms-Laubach war daher 1849 bis 1851 nicht Landtagsabgeordneter, vertrat aber das Großherzogtum 1850 im Staatenhaus des Erfurter Unionsparlaments.

1867 bis 1869 war er Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes und schloss sich dort der Fraktion des Altliberalen Zentrums an.[1] Im November 1869 legte er sein Reichstagsmandat nieder.[2]

Während seines Studiums wurde er 1819 Mitglied der Alten Bonner Burschenschaft / Allgemeinheit.[3]

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto zu Solms-Laubach war seit 11. September 1832 mit Luitgarde zu Wied (1813–1870) verheiratet. Sie war die älteste Tochter von Fürst Johann August Karl zu Wied. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Friedrich Wilhelm August Christian (* 23. Juni 1833; † 1. September 1900) ∞ Gräfin Marianne zu Stolberg-Wernigerode (* 6. September 1836; † 13. August 1910) Tochter des Generals Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode
  • Thekla (* 4. Juni 1835; † 17. Januar 1892) ∞ Graf Maximilian zu Solms-Rödelheim (* 14. April 1826; † 15. Februar 1892)
  • Ernst (* 24. April 1837; † 12. August 1908) ∞ Gräfin Auguste von Schimmelmann (* 24. April 1837; † 12. August 1908)
  • Klara (* 30. Januar 1839; † 1. November 1896)
  • Hermann (* 23. Dezember 1842; † 24. November 1915)
  • Reinhard (* 23. Februar 1844; † 2. April 1848)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haunfelder, Bernd / Pollmann, Klaus Erich (Bearb.): Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. Düsseldorf: Droste Verlag, 1989, Foto S. 313, Kurzbiographie S. 471 f (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 2)
  2. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 261.
  3. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 454.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 454–455.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 362.
  • Jochen Lengemann: Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 842.
  • Claudia Döbert: Die Musiksammlung der Grafen zu Solms-Laubach. Fernwald: Musikverlag Burkhard Muth, 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Otto zu Solms-Laubach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien