Karl zu Solms-Hohensolms-Lich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fürst Karl (auch Carl) Ferdinand Wilhelm zu Solms-Hohensolms-Lich (* 27. Juni 1866 in Lich; † 26. Juli 1920 ebenda) war ein deutscher Politiker. Er war Präsident der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen.

Lebensweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulzeit und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl war der älteste Sohn des Fürsten Hermann zu Solms-Hohensolms-Lich (1838–1899) und dessen Gemahlin Gräfin Agnes zu Stolberg-Wernigerode (1842–1904). Besuchte das Gymnasium in Kassel, studierte dann in Universität Leipzig.[1] Nach Universitätsbesuch war er beim Militär. Er reiste nach Italien und Algerien.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete am 16. Oktober 1894 in Wernigerode die Prinzessin Emma (1875–1956), die Tochter des Fürsten Otto zu Stolberg-Wernigerode. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor:

Nachdem sein einziger Sohn Philipp 1918 im Ersten Weltkrieg gefallen war, übernahm nach Karls Tod im Jahre 1920 sein Bruder Reinhard Ludwig (1867–1951) den Fürstentitel.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl zu Solms-Hohensolms-Lich übernahm 1899 mit dem Tod seines Vaters Hermann Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich die Standesherrschaft. Als hessischer Standesherr war er qua Verfassung von 1899 bis zur Novemberrevolution 1918 Mitglied der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen. In der Ersten Kammer war er von 1908 bis 1914 Vizepräsident und von 1914 bis 1918 Präsident. Von 1901 bis 1918 war er auch Mitglied des Preußischen Herrenhauses.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 361.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Fürstlichen Häuser (Hofkalender), 179 (1942), S. 312.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Solms-Hohensolms-Lich, Karl Ferdinand Wilhelm Fürst zu“. Hessische Biografie. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).