Otto Scheib

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Otto Scheib (1913)

Otto Scheib (* 18. Februar 1893 in Köln; † 13. März 1965 ebenda) war ein deutscher Architekt und Stadtplaner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheib studierte an der Technischen Hochschule München. Am 21. April 1912 wurde er Fuchs im Corps Suevia München.[1] Er wurde am 22. November 1912 recipiert und am 5. August 1914 – vier Tage nach Deutschlands Eintritt in den Ersten Weltkrieginaktiviert. Mit dem Kürassier-Regiment „Graf Gessler“ (Rheinisches) Nr. 8 kämpfte er in den Flandernschlachten und in den Isonzoschlachten. Als Köln nach dem Krieg wieder Universität wurde, half er bei der Rekonstitution der Friso-Luneburgia.[2] Aus Dankbarkeit verlieh sie ihm 1920 das Band.[1] An der Technischen Hochschule Aachen wurde er Diplom-Ingenieur. 1921 bestand er die Prüfung zum Regierungsbaumeister, d. h. zum Assessor in der öffentlichen Bauverwaltung.

Ab 1924 war er freiberuflicher Architekt in Köln. In Oberhausen baute er 1928 das Ruhrwachthaus und für Leonhard Tietz das angrenzende Kaufhaus (heute Bert-Brecht-Haus), ein viel beachtetes Ensemble des Backsteinexpressionismus im Ruhrgebiet. Als Stadtplaner hatte er für Köln Bedeutung: Die Verbindung der rechts- und linksrheinischen Stadthälften, Parkanlagen, „sozialer“ Wohnungsbau und die Naumannsiedlung in Riehl (Köln) waren seine Anliegen. Er schuf Industriebauten für den Eschweiler Bergwerks-Verein, Wohnungsbauten, Schulen und ein Kriegerdenkmal mit Parkanlagen in Köln.[2]

Scheib war seit 1934 verheiratet mit Irma geb. Ludwigs. Mit ihr hatte er zwei Söhne, den Kirchenhistoriker Otto Scheib und den Justitiar Peter Scheib (CDU).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kösener Corpslisten 1960, 114, 1393; 79, 99
  2. a b Hasso Weicke: Otto Scheib. Die Trausnitz, Corpszeitung der Suevia München, Nr. 1 /1967, S. 3–5