Otto Westphal (Maler)

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Otto Westphal (* 17. April 1878 in Leipzig; † 5. September 1975 in Dresden) war ein deutscher Maler, Zeichner, Grafiker und Kunsthandwerker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab von Otto Westphal auf dem Loschwitzer Friedhof

Otto Westphal besuchte von 1894 bis 1896 die Kunstgewerbeschule Kassel und ab 1896 die Preußische Höhere Fachschule für Textilindustrie/Webschule Krefeld. Anschließend war er im Kunsthandwerk tätig. 1899 ging er nach Berlin und war Schüler der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und im Studienateliers für Malerei und Plastik, der so genannten Lewin-Funcke-Schule in Berlin-Charlottenburg.

Von 1904 bis 1907 studierte er an der Dresdner Kunstakademie bei Richard Müller und Carl Bantzer. Anschließend war er freischaffend in Dresden tätig. Von hier aus unternahm er Studienreisen nach Danzig, Thüringen, Hessen und auf der Insel Rügen. 1924 weilte er zu einem Studienaufenthalt in Italien und der Schweiz. 1930 nahm er eine Tätigkeit für das Deutsche Archäologische Institut Rom/Pompeji an. Dort entstand der Bildzyklus Pompeji.

Westphals malerisches und grafisches Werk war dem Impressionismus verpflichtet. Seine Bildmotive bezog er aus seiner sächsischen Heimat: dazu gehörten vor allem Stadtansichten von Dresden. Auch in seinen Studienorten war er produktiv. Der Künstler gehörte dem Deutschen Künstlerbund[1] sowie der Willingshäuser Malerkolonie an.

Er war mit Margarete Westphal (1906–1978) verheiratet. Das Paar hat eine Grabstätte auf dem Loschwitzer Friedhof in Dresden.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Figürliche Wandbilder im Blauen Saal des Schlosses Wilhelmsburg, Schmalkalden (1927–1928)
  • Ölgemälde in der Direktion der Radeberger Brauerei Dresden (Waldtal, 1923), im Theater des Volkes (Erbhof, 1935) und im Neuen Rathaus ebenda (Gartenhaus, 1935)
  • Hersfeld. Zehn farbige 0riginal-Lithographien, Hersfeld 1907
  • Jena. Zehn farbige 0riginal-Lithographien (Kassel, C. Victor, 1908)
  • Dresden, Zehn 0riginal-Lithographien (ebenda 1909);
  • Dresden: Frauenkirche; Stadtbild; Zwinger. Drei 0riginal-Radierungen (Strichätzung), 1913

Werke in öffentliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Westphal, Otto. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 35: Waage–Wilhelmson. E. A. Seemann, Leipzig 1942, S. 456.
  • Westpahl, Otto. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 120.
  • Hans Joachim Neidhard: Gemäldegalerie Neue Meister. Ausgabe 5, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden 1977, S. 108
  • Franz Goldstein, Ruth Kähler, Hermann Kähler: Monogrammlexikon. Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850, Band 1, Walter de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3110144530, S. 1125
  • Hans Joachim Neidhardt: Dresden, wie es Maler sahen, Weidlich, 1983, ISBN 3803512018, S. 224
  • Otto Westphal. Ölbilder, Ölstudien, Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte aus den Jahren 1908–1959, Meininger Museen, Meiningen 1959

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Westphal, Otto (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de (abgerufen am 6. Februar 2017)