Pablo Miró

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Pablo Behrend-Miró (geboren 1961 in Córdoba als Pablo Behrend) ist ein deutsch-argentinischer Musiker, Gitarrist und Liedermacher, der seine meist auf Spanisch geschriebenen, oftmals politisch oder humanitär motivierten Lieder in Südamerika und Europa als Pablo Miró auf Konzerttourneen präsentiert.

Leben und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pablo Behrend wuchs die ersten 15 Jahre in einer deutschstämmigen Familie in Córdoba auf. Den jüdischen Großeltern war 1937 gerade noch die Flucht nach Argentinien gelungen. 1976, nach dem Putsch durch die Militärjunta, flohen seine Eltern mit ihm über Paris nach Deutschland, wo er 1981 im ostwestfälischen Herford sein Abitur ablegte. Seit 1980 gewann er Erfahrungen auf der Bühne, zunächst mit der Band "Canto Libre". 1981–1984 folgte ein Gitarrenstudium an der Scuola di Musica di Fiesole in Florenz.[1] 1984, nach dem Sturz der Militärdiktatur, ging er zurück in seine argentinische Heimatstadt Córdoba, wo er 1985 ein Studium der Komposition aufnahm. Seit Mitte der 1980er Jahre ist er auf Konzerten in Lateinamerika und Deutschland unterwegs. Als innovativer Interpret des argentinischen Tango Nuevo in der Tradition Astor Piazollas machte er sich auf diversen Festivals in Argentinien durch seinen virtuosen Umgang mit Gitarre und Banjo sowie der facettenreichen Stimme mit von Jazz beeinflussten Auftritten einen Namen.[2] Neben Eigenkompositionen sind auch Werke von Victor Jara, brasilianische Klassiker oder folkloristische Lieder in seinem Repertoire.

2006 kehrte er nach Deutschland zurück. Sein Hauptwohnsitz ist Berlin. 2011 spielte er mit Konstantin Wecker und dem Berliner Philharmonischen Orchester eine von ihm ins Deutsche übertragene Version von Gracia a la vida ein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/22035577_Durch-Mangel-an-Mut-entsteht-Unglueck.html
  2. http://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/2011/09/08/non-solo-tango-pablo-miro-il-sudamerica.html