Paramyxovirinae

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Paramyxovirinae
Mumps virus, negative stained TEM 8758 lores.jpg

Das Mumpsvirus (Gattung Rubulavirus) in der TEM-Abbildung

Systematik
Klassifikation: Viren
Phylum: Negarnaviricota
Subphylum: Haploviricotina
Klasse: Monjiviricetes
Ordnung: Mononegavirales
Familie: Paramyxoviridae
Unterfamilie: ‚Paramyxovirinae‘
Taxonomische Merkmale
Genom: (-)ssRNA linear
Symmetrie: helikal
Hülle: vorhanden
Wissenschaftlicher Name
Paramyxovirinae (engl.)
Links

Die Paramyxovirinae waren eine Unterfamilie der Virusfamilie Paramyxoviridae mit fünf Gattungen Rubulavirus, Avulavirus, Respirovirus, Henipavirus, Morbillivirus. Seit der Umwandlung der ehemals einzigen anderen Unterfamilie Pneumovirinae in eine eigene Familie Pneumoviridae ist diese Unterfamilie obsolet geworden.

Die Mitglieder der Paramyxovirinae wurden neben ihrer phylogenetischen Nähe untereinander zusammengefasst und aufgrund ihrer Hüllproteine von der zweiten Unterfamilie Pneumovirinae unterschieden. Während die Paramyxovirinae entweder Oberflächenproteine mit einer Hämagglutinin- und/oder eine Neuraminidaseaktivität besaßen, wiesen die Hüllproteine der Pneumovirinae keine dieser Eigenschaften auf.
Das Genom der Paramyxovirinae hatte 6 oder 7 offene Leserahmen und damit 2 bzw. 3 weniger als die Pneumovirinae. Im Gegensatz zu diesen war die Nukleotidzahl der Paramyxovirinae stets durch 6 teilbar („rule of six“), was offenbar auf einem sehr regelmäßigen Verpackungsmechanismus des Genoms in das helikale Kapsid beruht.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. A. Lamb, P. L. Collins et al.: Subfamily Paramyxovirinae. In: C. M. Fauquet, M. A. Mayo et al.: Eighth Report of the International Committee on Taxonomy of Viruses. London, San Diego, 2005 S. 659 ISBN 0-12-249951-4
  • S. Mordrow, D. Falke, U. Truyen: Molekulare Virologie, Heidelberg Berlin, 2. Auflage 2003 ISBN 3-8274-1086-X