Paul Alexander von Krüdener

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Paul von Krüdener mit seiner Mutter Juliane von Krüdener, gemalt von Angelika Kauffmann 1786
Amalie Stargard 1827 als Frau des russischen Attachés in München, Paul Alexander von Krüdener.

Paul Alexander von Krüdener (russisch Павел Алексеевич Криденер; * 31. Januar 1784 in Sankt Petersburg; † 29. Januarjul./ 10. Februar 1858greg. in Bern) war ein russischer Diplomat im Rang eines Botschafters.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krüdener war Angehöriger des deutsch-baltischen Adelsgeschlecht von Krüdener und der Sohn von Juliane und Burckhard Alexius Constantin von Krüdener und wurde nach dem Großherzog Paul auf den Namen Pawel Alexejewitsch Kridener getauft. Katharina II. von Russland entsandte von Krüdeners Vater als Botschafter in die Republik Venedig. Von Krüdener wuchs daraufhin von 1784 bis 1786 in Venedig, von 1786 bis 1787 in München, von 1787 bis 1794 in Kopenhagen und von 1794 bis 1800 in Madrid auf.

Von Krüdener wurde 1802 Sekretär des russischen Gesandten Graf Maximilian von Alopaeus am Hof von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen.

1811 geriet von Krüdener in Straßburg in Haft. Ab 1817 war er kaiserlich russischer Geschäftsträger bei der Eidgenossenschaft in Bern und lud seine Mutter zu sich ein.[1]

Von 1822 bis 1826 war Krüdener Attaché an der russischen Gesandtschaft in München, als auch Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew dort akkreditiert war. Die beiden Diplomaten wichen einem Duell im Zusammenhang mit Amalie Stargard aus.

Am 31. August 1825 heiratete von Krüdener Amalie Stargard in Köfering. Sie hatten einen Sohn.

Zar Alexander I. war am 19. November 1825 gestorben und dessen Nachfolger Nikolaus I. entsandte von Krüdener von 1827 bis 1837 als Botschafter zu John Quincy Adams in die USA.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Baur: Krüdener, Juliane von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 17, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 196–212. „Nachdem ihre Auftritte und Predigten öffentliches Missfallen erregten, wurde sie, wenn auch in der mildesten Form, von der Polizei ausgewiesen.“
  2. Francis Ley: La Russie, Paul de Krüdener et les soulèvements nationaux 1814-1858. D'après de nombreux documents inédits (Recherches historiques et littéraires). Hachette, Paris 1971.
VorgängerAmtNachfolger
Ioannis KapodistriasRussischer Geschäftsträger (Chargé d'Affaires) in Bern
1816–1826
Dimitri Petrowitsch Severin
Diederik Jacob van Tuyll van SerooskerkenRussischer Botschafter in Washington, D.C.
1827–1837
Alexander Andrejewitsch Bodisko
Dimitri Petrowitsch SeverinRussischer Gesandter in Bern
1837–1858
Nikolaus von Nicolay