Paul Aron

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Paul Aron (* 9. Januar 1886 in Dresden; † 6. Februar 1955 in New York) war ein deutsch-US-amerikanischer Pianist, Komponist, Regisseur, Dirigent, Veranstalter, Bearbeiter, Pädagoge und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaufmannssohn besuchte in Dresden das Wettiner Gymnasium, studierte dann zwei Jahre Jura in München, wo er bereits Unterricht bei Max Reger erhielt. Er folgte diesem als Kompositionsstudent an das Leipziger Konservatorium und war dort Schüler Robert Teichmüllers. In der Folge konzertierte er häufig mit Reger als Klavierduo. Im Oktober 1921 rief er in Dresden zur Subskription für seine private, nicht institutionalisierte Konzertreihe „Neue Musik Paul Aron“ auf, in der er zwischen 1921 und 1931 über 50 Konzerte mit mehr als 200 Werken zeitgenössischer Komponisten aufführte. Zusammen mit dem Geiger Francis Koene und dem Cellisten Karl Hesse bildete Aron 1927 das „Neue Dresdner Trio“, mit welchem er mindestens bis 1930 nicht nur in Dresden, sondern auch in anderen deutschen Städten sowie im Ausland auftrat.

Bei der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 musste er in die Tschechoslowakei fliehen und war dort in Aussig tätig.[1] und 1939 weiter nach Kuba. Ab 1941 lebte er in den USA und gründete dort die Gruppe „The opera players“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Herrmann: Die "Abende Neue Musik Paul Aron" in Dresden. In: Dresden und die avancierte Musik im 20. Jahrhundert. Teil I: 1900–1933, hrsg. von Matthias Herrmann und Hanns-Werner Heister, Laaber 1999 (Musik in Dresden, Bd. 4), S. 205-228.
  • Stefanie Steiner: Paul Aron als Schüler von Max Reger. In: Partita. Siebenundzwanzig Sätze zur Dresdner Musikgeschichte. Festschrift für Hans-Günter Ottenberg zum 65. Geburtstag, hrsg. von Wolfgang Mende, Dresden 2012, S. 335–350
  • Horst Weber, Stefan Drees (Hrsg.) : New York - Band 2 von Quellen zur Geschichte emigrierter Musiker, 1933-1950. Walter de Gruyter, 2005 ISBN 9783110951349, S. 54f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bedřich Rohan: Ústecký šoulet, Memorabilia ustensis 2; Ústí nad Labem, 2000/1; ISBN 80-902856-1-9; S. 113 http://aussig.mysteria.cz/arch/ladek.html