Paul Carbone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Paul Carbone (oben) und François Spirito

Paul Carbone (* 15. Februar 1894 in Propriano, Korsika; † 16. Dezember 1943 nahe Chalon-sur-Saône, Frankreich) war ein Krimineller im Marseiller Halbwelt-Milieu. In den 1920er Jahren entwickelte er sich zum mächtigsten Mafia-Boss Marseilles, und in den 1930er Jahren bis zu seinem gewaltsamen Tod 1943 war er dort gemeinsam mit seinem Partner François Spirito eine der zentralen Figuren. Der Film Borsalino mit Alain Delon als Roch Siffredi und Jean-Paul Belmondo als François Capella ist durch das Wirken von Spirito und Carbone inspiriert.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carbones herausragende Machtstellung begründete sich vor allem durch seine guten politischen Kontakte, die bis zum Bürgermeister von Marseille Simon Sabiani reichten.

1934 ließ er von seinen Männern im Auftrag zahlungskräftiger Unternehmer die Hafenarbeiterstreiks niederschlagen. Während des Zweiten Weltkriegs kollaborierten er und Spirito mit der Gestapo und durften im Gegenzug weiter unbehelligt ihren illegalen Geschäften nachgehen.

Carbone starb 1943 in der Nähe von Chalon-sur-Saône bei einem Attentat der Résistance auf einen Zug, den er gemeinsam mit deutschen Besatzungstruppen genutzt hatte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]