Paul Reinbacher

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Paul Reinbacher (* 1978 in Fürstenfeld, Steiermark) ist ein österreichischer Sozial- und Wirtschaftswissenschafter und Management-Berater.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Reinbacher studierte internationale Wirtschaftsbeziehungen und Soziologie. Er promovierte über Wissensmanagement. Nach Tätigkeiten in der Industrie und in der Unternehmensberatung arbeitete er an der FH Campus Wien am Aufbau des Europäischen Joint Degree-Masterprogramms Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit (SOWOSEC) mit. Derzeit ist er an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich im Bereich Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung tätig und nimmt Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Hochschulen des Landes wahr.

Reinbacher beschäftigt sich in erster Linie mit Fragen des Managements aus einer soziologischer Perspektive. Dies betrifft Konzepte des Wissensmanagements, des Qualitätsmanagements, des Risikomanagements und des Marketing-Managements oder konkrete Instrumente wie die SWOT-Analyse. Er arbeitet auch über die moralisch-ethische und die künstlerisch-ästhetische Dimension von Organisationen bzw. von deren Management. Zusätzlich zu den instrumentellen, zweckrationalen Aspekten von sozialen Systemen sucht er deren emotionale, wertrationale Elemente herauszuarbeiten. Außerdem verfolgt er Projekte zur angewandten Ästhetik, in denen er Marketing als Ausdruck von Alltagsästhetisierung (in Form von Markenentwicklung, Grafikdesign etc.) versteht.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marketingsoziologie. Systemisch-systemtheoretische Perspektiven. Beltz Juventa, Weinheim 2018, ISBN 978-3779938705.
  • Gegenaufklärung oder: Die neue Empfindlichkeit. In: Der Standard, 21./22. April 2018, S. 39.
  • »Sozialkapital« als affektive Struktur sozialer Systeme. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie. Bd. 43, Nr. 1, 2017, S. 15–35.
  • Visionen oder Ende der Vorstellung? Gedanken zum zehnjährigen Bestehen der Pädagogischen Hochschulen in Österreich. In: Wiener Zeitung, 28. September 2017, S. 16.
  • Digitalisierung: Diskurs und Normativität. In: Der Standard, 20. Juli 2017, S. 27.
  • Die »marktorientierte Prozess-Matrix« zur Verankerung von Kunden- und Konkurrenzorientierung in »unternehmerischen« Hochschulen. In: Zeitschrift für Hochschulmanagement. Bd. 12, Nr. 1, S. 17–25.
  • Qualitätsmanagement? Kitsch! In: The European. Das Debatten-Magazin. 12. Oktober 2015.
  • Kein Scheiß: Politische Korrektheit als Kitsch. In: The European. Das Debatten-Magazin. 24. April 2015.
  • Grundsätze ordnungsmäßiger Organisation: Qualitätsmanagement als Schaf im Wolfspelz? In: Zeitschrift für Hochschulmanagement. Bd. 10, Nr. 1+2, 2015, ISSN 1860-3025, S. 2–9.
  • Kulturen und Spiralen des »Eigentlich«. Hierarchisch gesteuerte Veränderungsprozesse am Beispiel nachgelagerter Dienststellen des österreichischen Bundesministeriums für Bildung. In: Gruppendynamik und Organisationsberatung. Bd. 45, Nr. 3, 2014, ISSN 1618-7849, doi:10.1007/s11612-014-0256-0, S. 291–304.
  • Paradigmenwechsel in der Sozialwirtschaft: Sozialmarketing als neue Steuerungsphilosophie? Eine Analyse unter Rückgriff auf T. Parsons. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie. Bd. 39, Nr. 3, 2014, ISSN 1011-0070, doi:10.1007/s11614-014-0139-1, S. 181–198.
  • Marketing als Meta-Konzept für das Management von Schulen?! In: Zeitschrift für Bildungsforschung. Bd. 4, Nr. 4, 2014, ISSN 2190-6890, doi:10.1007/s35834-014-0087-7, S. 173–189.
  • Die Katze im Sack. Oder: Qualität als Managementaufgabe. In: Zeitschrift Führung + Organisation. Bd. 83, Nr. 3, 2014, ISSN 0722-7485, S. 180–183.
  • Der Nutzen des Risikos für die Organisation. Management von Risiko, Management als Risiko oder Management mit Risiko? In: Zeitschrift Führung + Organisation. Bd. 82, Nr. 6, 2013, ISSN 0722-7485, S. 422–427.
  • „Sozialökonomische Betriebe“ als Beispiel für praktische Soziologie. Soziale Arbeit vs. Sozialmanagement!? In: Soziale Passagen. Bd. 4, Nr. 1, 2012, ISSN 1867-0180, doi:10.1007/s12592-012-0097-z, S. 75–89.
  • Dimensionen von Sozialmanagement. In: Armin Wöhrle (Hrsg.): Auf der Suche nach Sozialmanagementkonzepten und Managementkonzepten für und in der Sozialwirtschaft. Eine Bestandsaufnahme zum Stand der Diskussion und Forschung in drei Bänden. Band 1: Übersicht, Einordnung und Bilanzen. Ziel, Augsburg 2012, ISBN 978-3-940562-63-0, S. 72–93.
  • Wissen und Management. Die zwei Seiten einer Medaille. In: Wissensmanagement. Bd. 12, Nr. 2, ISSN 1438-4426, 2010, S. 44–46.
  • Gewissensmanagement in Organisationen. Möglichkeiten im Umgang mit Corporate Social Responsibility. VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16736-7.
  • Soziales Kapital in Wissensgesellschaft und Wissensmanagement. In: Wissensmanagement. Bd. 11, Nr. 3, 2009, S. 48–51.
  • SWOT-Analyse. Der Klassiker für Fortgeschrittene. In: OrganisationsEntwicklung. Bd. 28, Nr. 3, 2009, ISSN 0724-6110, S. 72–76
  • Zeitmanagement ist keine Privatsache! Der Umgang mit Zeit ist (auch) eine Frage der Kultur in Organisationen. In: Gruppendynamik und Organisationsberatung. Bd. 40, Nr. 4, 2009, ISSN 1618-7849, S. 393–406, doi:10.1007/s11612-009-0092-9.
  • Werte, Kultur und die „Kultivierung“ der Organisation. Ein Beitrag zur CSR-Debatte. In: Zeitschrift Führung + Organisation. Bd. 77, Nr. 6, 2008, S. 360–366.
  • Wissensdynamik in Communities. Sozialkapital und seine Wirkung auf die Lernfähigkeit sozialer Systeme. Mit einem Geleitwort von Ursula Schneider und Helmut Staubmann. VS – Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16070-2 (Zugleich: Graz, Universität, Dissertation, 2007).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]